Waldbühne bleibt vorerst geschlossen

"Rapunzel" abgesagt

Keine Suche nach dem Glück. Die Waldbühne Höntrop bleibt bis zum 18. August geschlossen. Gleich zweimal waren große Äste im Eingangsbereich herab gestürzt. Gestern entschieden die Stadt, der Pächter und Baumfachleute, dass weitere Äste abgesägt werden müssen.

BOCHUM

von von Ronny von Wangenheim

, 08.08.2013, 18:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bernhard Szafranek und Friedrich Stiller aus dem Kulturbüro begutachteten gestern die abgestürzten Zweige. Gemeinsam mit dem Pächter Matrong will die Stadt eine schnelle Lösung suchen.

Bernhard Szafranek und Friedrich Stiller aus dem Kulturbüro begutachteten gestern die abgestürzten Zweige. Gemeinsam mit dem Pächter Matrong will die Stadt eine schnelle Lösung suchen.

Am Donnerstag wurde dann die Hoffnung zerstört, schon am Montag wieder spielen zu können. Dem Westdeutschen Tourneetheater Remscheid, das „Rapunzel“ spielen wollte, wurde abgesagt. Weiter geht es erst am Montag, 19. August, mit der Volksbühne Wattenscheid und „Max und Moritz“. Der Wittener Baum Service SKT sah sich gestern gemeinsam mit dem Kulturbüro und Niklas Matrong vor Ort um. Danach stand fest, dass im Eingangsbereich weitere Äste fallen könnten, auch am einem der beiden bereits betroffenen Roteichen.

Die Bäume sind nicht morsch. Ursachen sind wohl die Hitze und lange Trockenheit. Auf schnellem Wege einigten sich gestern die Stadt und der erbbauberechtigte Pächter. Beide übernehmen die Kosten für die Aktion. „Wir wollen, dass so schnell wie möglich wieder gespielt wird“, so Bernhard Szafranek vom Kulturbüro. Was mit dem finanziellen Verlust der beiden betroffenen Bühnen ist, konnte Niklas Matrong gestern noch nicht beantworten. „Wir haben erst ein Drittel hinter uns“, machte er die Dimension des Ausfalls deutlich.

Gewinne werfen die Märchenspiele für Matrong sowieso nicht ab. Seit 1996 betreibt der Theaterwissenschaftler die Waldbühne, „aus Leidenschaft für das Theater“, wie sein Sohn Niklas sagt. Vor Beginn der Spielzeit hatte man noch investiert und eine neue Bühne gebaut. Jugendgruppen hatten bei ihrer 72-Stunden-Aktion die Sitzreihen neu gestrichen und die Überdachungen gesäubert.