Wanderweg an der Hohensyburg ist wieder freigegeben

Sperrzeit beendet

Das Ende der Sperrzeit: Der seit fast neun Monaten gesperrte Wanderweg an der Hohensyburg ist wieder freigegeben. Zumindest in weiten Teilen. Fragen und Antworten

SYBURG

, 08.08.2016, 17:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wanderweg an der Hohensyburg ist wieder freigegeben

Um diesen Wanderweg an der Hohenyyburg geht es. Er war rund ein Dreivierteljahr gesperrt, ist nun aber wieder nutzbar.

Wo lang führt der Wanderweg?

Der Wanderweg führt auf einer Strecke von rund 330 Metern durch die bewaldeten Hänge des Sybergs und ist eine Fuß-Verbindung zwischen Kaiser-Wilhelm-Denkmal und den Straßen rund um den Berg. In vielen Wanderrouten taucht der Weg auf, war allerdings in diesem Jahr bisher noch nicht begehbar.

Wann war der Weg gesperrt worden? Und warum?

Im Dezember 2015 hatte der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), Eigentümer des Bergs, den Weg gesperrt. Der Grund war derselbe, der auch den benachbarten Radweg immer wieder unbenutzbar macht: Steinschlaggefahr. Bereits im Frühjahr hatte der LWL deshalb  Fangnetze angebracht. Laut LWL-Sprecher Martin Rettig seien diese aber mutwillig zerstört worden. Der Weg blieb weiter gesperrt – zum Ärger vieler Wanderer. 

Warum ärgern sich die Wanderer so sehr?

Das Teilstück gehört zum Syburger Bergbauwanderweg, den der Förderverein bergbauhistorischer Stätten im kleinen Ortsteil für Besucher erlebbar gemacht hat. Der Weg inklusive des Besucherbergwerks Graf Wittekind steht auch im Programm zum Tag des offenen Denkmals am 11. September (Sonntag). Gerade rechtzeitig ist zumindest der Zugang zum Wanderweg wieder möglich. 

Was hat der LWL unternommen?

Der LWL hat neue Fangnetze angebracht und Geländer installiert. „Das ist eine gute Nachricht für uns, da wir den Weg jetzt am Tag des offenen Denkmals nutzen können“, sagt Heinz-Ludwig Bücking vom Förderverein bergbauhistorischer Stätten. Von der DLRG-Station an der Hengsteystraße sollen Interessierte am 11. September den Berg hinaufgeführt werden.

Als der LWL den Weg im Dezember sperrte, teilte er auch dieses mit: eine Mitschuld an der „sicherheitsgefährdenden Bodenerosion“ trügen auch Wanderer und Biker, die die vorgegebenen Wege verlassen. „Zahlreiche Fahrrillen und Trittspuren“ hatte der Landschaftsverband identifiziert.

Die Wege an den Felshängen von Dortmunds höchstem Berg sind immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Die Steinschlaggefahr in diesem Teil des Ardeygebirges sorgte schon mehrfach für Sperrungen. Bereits seit fast vier Jahren ist so etwa der Ruhrtal-Radweg an Nordufer des Hengesteysees nicht befahrbar. In einem technisch komplexen Verfahren soll der bis zum kommenden Frühjahr für rund 550.000 Euro langfristig gesichert werden.