Warnstreik an den Uni-Kliniken in NRW: Das sind die Auswirkungen für die Patienten

Kundgebung und Streik

Hunderte Ärzte aus sechs Uni-Kliniken in Nordrhein-Westfalen wollen am Dienstag (4.2.) für bessere Arbeitsbedingungen streiken. Wegen möglicher Coronavirus-Fälle ist ein Institut ausgenommen.

NRW

04.02.2020, 08:54 Uhr / Lesedauer: 1 min
Warnstreik an den Uni-Kliniken in NRW: Das sind die Auswirkungen für die Patienten

In mehreren Universitätskliniken des Landes soll am Dienstag (4.2.) gestreikt werden, darunter auch in Essen. © dpa/Archiv

Hunderte Ärztinnen und Ärzte der Unikliniken in Aachen, Bonn, Düsseldorf, Essen, Köln und Münster wollten sich am Dienstag an einem bundesweiten Warnstreik mit zentraler Kundgebung in Hannover beteiligen und für bessere Arbeitsbedingungen kämpfen.

Institut für Virologie in Köln ist ausgenommen

Die Unikliniken in NRW sehen sich dafür gerüstet, dass etliche ihrer Ärzte am Dienstag auf die Straße gehen wollen. Man gehe davon aus, den Betrieb geregelt weiterführen zu können, hieß es von den Unikliniken vor Beginn des Warnstreiks. Das gelte auch für den Fall, dass Patienten mit Verdacht auf den Coronavirus kommen. So sei etwa das Institut für Virologie und Mikrobiologie in Köln vom Warnstreik ausgenommen.

Die Ärztevertretung Marburger Bund hat nach eigenen Angaben rund 6000 Beschäftigte aus NRW aufgerufen, sich zu beteiligen.

Wartezeten in Essen und Düsseldorf

Einige Kliniken - darunter Köln - haben eine sogenannte Notdienstvereinbarung getroffen, die gewährleistet, dass eine bestimmte Anzahl an Medizinern den Betrieb aufrecht erhält.

Aus Essen und Düsseldorf hieß es, es könne zu längeren Wartezeiten kommen. Viele planbare Eingriffe oder Therapien wurden im Vorhinein verschoben. Patienten, die dennoch einen festen Termin bekommen haben, sollen nach Angaben der Krankenhäuser aber nach wie vor erscheinen.

dpa