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Warnstreik bei EDS - Unterstützung von Opel- und Thyssen-Mitarbeitern

BOCHUM "Es ist erschreckend, was momentan für ein Schwert über Bochum hängt", sagte Sabine Bube, Gesamtbetriebsratsvorsitzende beim IT-Dienstleister EDS Operations Services GmbH, am Mittwochvormittag vor dem Tor 1 des Opel-Werkes. Damit sprach sie nicht nur die kritische Situation bei Opel an, sondern auch drohenden Stellenkürzungen und Standortschließungen bei EDS. Deshalb hatten sich um 9 Uhr Bochumer und Essener EDS-Mitarbeiter zur Protestkundgebung versammelt.

von Von Nina Vogt

, 25.02.2009 / Lesedauer: 3 min

Auch Rainer Einenkel, Betriebsratsvorsitzender bei Opel Bochum, unterstützte die versammelten Mitarbeiter - insgesamt hat EDS in Bochum 28 - in ihren Forderungen. Nicht nur, weil Opel EDS-Kunde ist. "Wir haben die gleichen Probleme", erklärte er vor dem Werkstor. "Und die liegen nicht bei den Menschen, die hier stehen, oder die hinter uns im Werk arbeiten. Sondern sie sind bei unseren Müttern begründet."860 Stellen will HP in Deutschland von rund 2800 streichen. Die Schließung von drei Werken - unter anderem einem von dreien in Köln - ist in diesen Plänen beinhaltet. Für Dietmar Kleine, den Bochumer Betriebsratsvorsitzenden, sowie Sabine Bube, die Gesamtbetriebsratsvorsitzende, unverständlich. "Unsere Situation ist von Gier geprägt", sagte sie. "Der Stellenabbau erfolgt ohne jeden Sinn. Denn wir haben Arbeit!" Dietmar Kleine stimmt ihr zu: "Wir sind ausgelastet. Sollte die Geschäftsführung Stellen abbauen, wird es kritisch, die Bedürfnisse der Kunden zu bedienen. Diese Pläne sind geschäftsschädigend!"

Um 9.30 Uhr ging es in zwei Bussen für die EDS-Mitarbeiter im Bus Richtung Ratingen. Zurück blieben die Mitarbeiter von Opel und ThyssenKrupp Steel, die trotz Kurzarbeit gekommen waren. Den Dank werden zumindest die Opelaner am Donnerstag zu spüren bekommen: Im Gegenzug, kündigte Dietmar Kleine an, sei eine Delegation von EDS morgen bei den Opel-Protesten in Rüsselsheim dabei. "Das ist unsere Stärke", sagte Rainer Einenkel. "Die Menschen im Ruhrgebiet stehen zusammen."