Warum die Gabionenwand plötzlich wieder sauber ist

Graffiti-Schmierereien

Die riesige Gabionenwand an der B54 wurde bereits mehrfach mit Graffiti besprüht. Die Schmierereien wurden aufwendig und kostspielig beseitigt. Einer zweiten Entfernung wurde im Ausschuss nicht zugestimmt. Doch nun ist die Wand plötzlich wieder sauber.

BRÜNNINGHAUSEN

, 22.10.2015, 01:37 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Gabionenwand an der B 54 ist wieder sauber. Obwohl das Entfernen der Graffitis sehr kostspielig ist, wurde die Wand gestrichen.

Die Gabionenwand an der B 54 ist wieder sauber. Obwohl das Entfernen der Graffitis sehr kostspielig ist, wurde die Wand gestrichen.

Es wurde lange über die Gabionenwand diskutiert. Und irgendwann stand fest: Die Graffiti werden nicht noch einmal beseitigt. Das entsprach nicht dem Wunsch der CDU-Fraktion. Stattdessen sollte die Wand begrünt werden - mit wildem Wein. Damit war auch Friedrich-Wilhelm Weber, der ordnungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion zufrieden. Doch seit letzter Woche ist die Wand wieder sauber, ohne dass er davon etwas wusste. 

430 Pflanzen schon gesetzt

Er fühle sich sogar etwas auf den Arm genommen, da ihm im Septemberausschuss noch mitgeteilt wurde, dass 430 Pflanzen bereits gesetzt wurden, 80 weitere sollten folgen. „Zu diesem Zeitpunkt konnte man von dem wilden Wein noch nichts sehen. Trotzdem habe ich dieser Information getraut“, so Weber weiter. Und tatsächlich entsprechen sie der Wahrheit, bestätigt auch Pressesprecher Frank Bußmann. Dass die Pflanzen an der Gabionenwand bereits gewachsen sind, ist nun deutlich zu sehen.

Entscheidung aufgehoben

Nach Informationen von Bußmann entschied der Verwaltungsausschuss am 29. September, dass die Graffiti im Zuge einer Aufräumung in Phoenix-West doch noch einmal beseitigt werden. Die Graffiti wurden überstrichen. Eine Reinigung sei nicht möglich gewesen, da schädliche Mittel ins Erdreich gesickert wären. Mehrere Tausend Euro habe diese Maßnahme gekostet, schätzt Frank Bußmann. Seit letzter Woche ist die Wand an der B54 wieder sauber. 

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