Was halten Sie von einem Triathlon am Phoenix-See?

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Die Planungen für einen Triathlon am Phoenix-See sollen trotz der Bedenken des Hörder Bezirksbürgermeister Sascha Hillgeris weitergehen. Der pocht auf das in der See-Satzung verankerte Schwimm-Verbot im Phoenix-See, was bei Oberbürgermeister Ullrich Sierau auf Verwunderung gestoßen ist. Und was halten Sie von den Plänen?

HÖRDE

, 28.06.2016, 16:16 Uhr / Lesedauer: 1 min
Was halten Sie von einem Triathlon am Phoenix-See?

Ein Triathlon am Phoenix-See? Der Oberbürgermeister hält daran fest.

Ausnahmen seien mit Genehmigung der Stadt ausdrücklich zugelassen, merkte Sierau am Dienstag nach der Sitzung des Verwaltungsvorstands an. Er erinnert auch an die Gründe für das Schwimmverbot. Dabei sei es um möglicherweise nicht kontrollierbaren Besucherandrang an heißen Tagen, den Schutz ökologisch empfindlicher Bereiche des Sees und Verunreinigung des Wassers etwa durch Sonnenmilch gegangen. Alles Probleme, die bei einer Triathlon-Veranstaltung keine Rolle spielen dürften.

Überlegt wird, die vom Verein Tri-Geckos organisierte Triathlon-Veranstaltung im jährlichen Wechsel im Fredenbaum-Park am Kanal und am Phoenix-See stattfinden zu lassen, erklärte Sierau. Eine Freigabe des Phoenix-Sees sei auch „eine Wertschätzung für die ehrenamtliche Vereinsarbeit“.

Nicht zuletzt wäre Dortmund mit einem Triathlon aus Schwimmen, Laufen und Radfahren im und am Phoenix-See auch in guter Gesellschaft, meint der OB. Eine solche Veranstaltung gibt es auch an der Hamburger Binnenalster. Und die ist bekanntlich mit Hinweis auf die knapp übertroffene Größe eine Art Vorbild für den Phoenix-See in Hörde.

So kommentiert Redakteur Felix Guth den Triathlon:

Der Phoenix-See ist keine Badewanne. So weit, so klar. Doch kann ein aus guten Gründen aufgestelltes Verbot ausnahmsweise aufgehoben werden, wenn die Umstände passen? Nach Ausnahmen haben schon viele gefragt, erlaubt wurde bisher nichts, was im Entferntesten mit Baden zu tun hat. Warum also Triathlon? Es geht um die Details. Wenn einige hundert Sportler für eine begrenzte Zeit im See sind, wird das ökologische Gleichgewicht nicht gleich in sich zusammenbrechen. Ob die Schwimmer unbedingt ins echte Wasser müssen, oder ob es auch andere Möglichkeiten gibt – diese Frage muss Dortmund, das sich gern Sportstadt nennt, ohne Eitelkeit lösen.

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