Wattenscheider Schulen werden saniert

Konjunkturpaket II

WATTENSCHEID Immerhin 60 Prozent der Gelder aus dem Konjunkturpaket II ist für Bildung bestimmt. Vor allem für Schulen bedeutet das einen warmen Geldregen. Allein an Wattenscheider Bildungseinrichtungen wird bis 2011 über neun Millionen Euro in die energetische Sanierung investiert.

von Von Christian Rothenberg

, 05.11.2009, 19:05 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Geräuschkulisse einer Schule fällt mittags eigentlich ab. Nicht am Hellweg-Gymnasium: Gelb behelmte Bauarbeiter schmeißen hier Metallteile in Container. Dicke Bohrmaschinen wummern in die Fassade. Der ganztägige Lärm lohnt sich. Bald. "Sie hören und sehen es", sagt Dezernentin Birgitt Collisi und lächelt. Die Geräusche der fortwährend in die Fassade schlagenden Maschinen sind im Zimmer von Schulleiter Jürgen Mengler deutlich zu hören. Aber Collisi ist zufrieden. "Die Bildung erhält den größten Anteil aus dem Konjunkturpaket II." Das Ziel, Energie zu sparen, werde so umgesetzt. Ein Segen Die Baustelle sei zur Zeit zwar eine Belastung, "das Ergebnis wird das aber rechtfertigen", so Collisi. "Die Schule werde nicht nur energetischer, sondern auch schöner." Das habe ja auch Auswirkungen auf das Schülerverhalten. Schuldezernent Michael Townsend pflichtet ihr bei: "Das Konjunkturpaket ist ein Segen."

Immerhin 9,3 Millionen Euro, ein Drittel der Mittel des Pakets, fließen in Wattenscheider Bildungseinrichtungen. Das zeige doch, so Collisi, wie viel die Bildung der Stadt wert ist. Auch zeitlich liege man voll im Fahrplan. Bis Ende 2011 muss die Stadt die Mittel verbaut haben.

Energetische Sanierung Die Hellweg-Schule erhält für 2,3 Millionen Euro nicht nur neue Fenster. Die alte Kunststoffbeschichtung "á la Horten" wird derzeit komplett entfernt. Anschließend werden Fassaden und Dach neu mit Styropor gedämmt.

Die im Oktober begonnenen Bauarbeiten sollen im April abgeschlossen sein. Ähnliche Maßnahmen erfolgen an der Kaufmännischen Schule II (3,2 Mio. Euro) und der Maria-Sybilla-Merian-Gesamtschule (2,21 Mio.). Der Aufwand lohnt: Durch die Sanierung verbraucht jede Schule 40 Prozent weniger Strom. 150 000 Euro spart die Stadt dadurch jährlich, allein an diesen drei Schulen.

"Wenn man so gesehen hat, wie die Steine bröckelten und das Rostwasser in den Boden eingedrungen ist", erinnert sich Schulleiter Mengler. Das sei schon nicht schön gewesen.