WBG stellt Antrag auf die Einrichtung einer Umweltzone

Umweltausschuss

Eine Umweltzone für die Innenstadt ändert an der hohen Stickdioxid-Belastung auf der Ruhrstraße nichts. Ganz klar lehnen die Experten der Stadtverwaltung daher den Antrag der WBG ab, die im Umweltausschuss am Donnerstag, 14. November, die Einbeziehung Wittens in die Umweltzone anregen will.

WITTEN

von Von Irene Steiner

, 08.11.2013, 06:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
Es hakt mit der Luftreinhaltung an der Ruhrstraße. Das liegt auch daran, dass manche Maßnahmen nicht richtig greifen, weil die Autofahrer Verbote missachten.

Es hakt mit der Luftreinhaltung an der Ruhrstraße. Das liegt auch daran, dass manche Maßnahmen nicht richtig greifen, weil die Autofahrer Verbote missachten.

Zudem geht es bei den Umweltzonen um die Senkung der Feinstaubbelastung der Luft. Doch das ist in der Ruhrstraße nicht das Problem: Hier wird seit Jahren eine Belastung mit Stickstoffdioxiden gemessen, die den Grenzwert des Bundes-Immissionsschutzgesetzes von 40 µg/Kubikmeter deutlich übersteigt. Das Problem ist: Die Maßnahmen, die zur Senkung des Grenzwertes führen sollten, haben ihr Ziel noch nicht erreicht. Für 2012 wurden Werte von 45 bis 48 µg Stickdioxid je Kubikmeter Luft gemessen. Bleibt die Frage, was jetzt noch getan werden kann. Eins ist sicher: Mit besseren Kontrollen könnte die Einhaltung der bestehenden Regeln verbessert werden. Denn da hapert es gewaltig.

„Wir werden Kontakt zur Polizeiführung aufnehmen und darum bitten, dass öfter kontrolliert wird“, kündigt Klawe an. Nur als letztes Mittel ist angedacht, dass ganz genau auf einzelne Verkehrsvorgänge geguckt wird, zum Beispiel das Einparken. Da könnte erfasst werden, wie lange es dauert, wie lange der Verkehr behindert wird, welche Staus entstehen und so fort. Doch bevor es so ins Detail geht, will Verkehrsplaner Andreas Müller noch einmal an den größeren Stellschrauben drehen: Die Abstimmung der Ampeln und der zeitliche Ablauf der Anforderung, mit der sich die Linienbusse eine grüne Welle verschaffen, sind da nur zwei Themen.Auch bei der Anpassung der Ampelphasen auf die aktuellen Verkehrssituationen sieht Müller noch Spielraum. Einig sind sich Klawe und Müller darin, dass eine Umweltzone keine Lösung ist. Zumal davon Wittener Stadtgebiete betroffen wären, die geringe Verkehrsbelastungen haben wie sie zum Beispiel in Hattingen, Schwelm oder Herdecke gemessen werden. Und nicht wie in den Ballungszentren Herne, Bochum und Dortmund.

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