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WBU reagiert auf Vorwürfe zur Eishalle Unna

rnAufsichtsrat weist Kritik zurück

Der Aufsichtsratsvorsitzende der Wirtschaftsbetriebe Unna (WBU) wehrt sich gegen die Vorwürfe des Ex-Eishallen-Chefs Ivars Weide, die Eishalle sei systematisch durch die WBU „kaputt gefahren“ worden. Auch die von „Unna braucht Eis“ angeforderten Unterlagen habe die WBU geliefert.

Unna

, 20.08.2018 / Lesedauer: 3 min

Die WBU reagiert auf die von Ivars Weide erhobenen Vorwürfe, dringend notwendige Sanierungsmaßnahmen in der Eissporthalle bewusst schleifen gelassen zu haben. Auf die entsprechende Berichterstattung unserer Zeitung meldet sich nun der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Frank-Holger Weber, zu Wort.

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„Zu keiner Zeit waren die Besucher der Eissporthalle oder die Bevölkerung durch einen Austritt von Ammoniak gefährdet“ – dieser wichtige Satz findet sich am Ende der schriftlichen Stellungnahme, die unserer Redaktion vorliegt. Ivars Weide hatte den Verdacht geäußert, dass die Eisaufbereitungsanlage, die mit dem Kältemittel Ammoniak betrieben wird, schon viel länger kaputt gewesen sei, als es kommuniziert wurde. Der ehemalige Geschäftsführer der Sport- und Bäderbetriebe (einem Vorgänger der WBU) hatte darin eine akute Gesundheitsgefährdung gesehen, da unkontrolliert Ammoniak ausgetreten sein könnte.

Dies weist Frank-Holger Weber entschieden zurück: „Erst durch die Stilllegung der Eisaufbereitungsanlage beziehungsweise den Versuch des sicheren Einschlusses des Ammoniaks im Juli 2018 sind Undichtigkeiten aufgefallen.“ In diesem Kontext widerspricht er auch der Behauptung Weides, die Eishalle sei durch die WBU bewusst „kaputt gefahren“ worden: „Bisher bestand keinerlei Notwendigkeit, die Eissporthalle stillzulegen; der TÜV hat zuletzt bei seiner Untersuchung im Juli 2017 eine uneingeschränkte Betriebserlaubnis bis Juni 2020 erteilt. Zudem wurde die Eisaufbereitungsanlage durch eine Gaswarnanlage überwacht.“

Pächter sei für Instandhaltung zuständig

Für die Instandhaltung der Halle und die sämtlicher technischer Anlagen sei zudem grundsätzlich der Pächter der Halle zuständig, so Weber weiter: „Die WBU hat sicherheitstechnische Maßnahmen begleitet und kontrolliert. Diesbezüglich kann festgehalten werden, dass der Pächter sich stets an alle sicherheitstechnischen Vorgaben gehalten hat.“ Den Vorwurf, die Schließung der Eissporthalle langfristig geplant zu haben, weist Weber vehement zurück. Dies sei eine „Falschaussage“.

Die Mutmaßung Weides, dass die WBU in ihrem Wirtschaftsplan für 2017 bereits die nun erfolgte Abstandszahlung an die Pächterfamilie eingeplant habe, verneint der Aufsichtsratsvorsitzende ebenfalls ausdrücklich.

Ivars Weide hat als ein Indiz für die langfristige Planung des Eishallen-Aus auch die schnelle Abwicklung der Halle ins Feld geführt, die seit dem entsprechenden Ratsbeschluss Ende Juni erfolgt sei. Dazu sagt Frank-Holger Weber: „Sobald Gerüchte über die Schließung einer Eissporthalle aufkommen, ist es regelmäßig zu beobachten, dass sehr zeitnah landesweite Anfragen von anderen Eishallenbetreibern bezüglich des spezifischen Equipments aufkommen. So auch im Fall der Eissporthalle in Unna.“

Unterlagen seien längst auf dem Weg

Der Aufsichtsratsvorsitzende der WBU reagiert auch auf Vorwürfe des Vereins „Unna braucht Eis“, die WBU gewähre ihm keinen Einblick in angeforderte Dokumente zur Eissporthalle. Bereits mehrfach hatte der Verein Einsicht unter anderem in ein technisches Gutachten gefordert, das den Zustand der Eishalle im Jahr 2014 dokumentiert. Zuletzt hatte der Verein einen Antrag nach dem Informationsfreiheitsgesetz gestellt, um Einblick in diese Unterlagen zu bekommen.

Diesem Auskunftsersuchen sei die WBU nachgekommen, sagt Weber nun. „Bereits am 14. August wurden die angeforderten Unterlagen an den Verein per Post als Einschreiben mit Rückschein versandt. Der Rückschein ist bis zum heutigen Tage bei der WBU nicht eingegangen und aufgrund der Internetrecherche konnte sogar festgestellt werden, dass die Sendung bisher nicht abgeholt wurde.“

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