Zug rast in Schafherde, Kritik an neuem NRW-Polizeigesetz, Einsatz auf dem Dach

Feuerwehr rettet Kater mit Geduld und Leckereien

Experten haben große Bedenken gegen das neue Polizeigesetz in NRW, in Baden-Würtemberg ist ein Zug in eine Schafherde gerast. Ein Kater auf dem Dach hielt die Dortmunder Feuerwehr auf Trab. Der erneute Vulkanausbruch in Guatemala, die Zeitnot von Erwachsenen, #sexundgrillen bei Twitter - hier ist das Morgen Update.

NRW

, 06.06.2018, 08:51 Uhr / Lesedauer: 4 min
Zug rast in Schafherde, Kritik an neuem NRW-Polizeigesetz, Einsatz auf dem Dach

© Wiebke.Karla

Das Wetter:

Bei Temperaturen mit Maximalwerten von 26 bis 30 Grad bringt uns das Wetter wieder ins Schwitzen. Wolken gibt es nur wenige.

Der Verkehr

 


Das ist gestern Abend und in der Nacht passiert

  • Einen luftigen Einsatz bescherte ein Kater mit Namen „Dicker“ der Dortmunder Feuerwehr. Der rote Kater kletterte aus dem Fenster einer Dachwohnung an der Iserlohner Straße - und traute sich nicht mehr herunter. Vor Angst versteckte er sich am Kamin. Mit List, Lieblingsfutter und Geduld brachte ein Feuerwehrmann „Dicker“ aber dann doch dazu, in die Transportbox zu steigen.

Der Feuerwehrmann lockte den Kater...

Der Feuerwehrmann lockte den Kater...

... mit viel Geduld und Leckereien...

... mit viel Geduld und Leckereien...

in die Box.

in die Box. © Helmut Kaczmarek (3)

  • Juristen, Datenschützer und Menschenrechtler haben teils große Bedenken gegen das neue Polizeigesetz in Nordrhein-Westfalen. Das Gesetz erweitert die Befugnisse der Polizei schon bei drohender Gefahr. Zweifel an der Rechtssicherheit gibt es unter anderem bei der Dauer des Polizeigewahrsams für terroristische Gefährder, aber auch für Hooligans und Kriminelle. Umstritten ist auch der Einsatz der elektronischen Fußfessel und die Schleierfahndung. Das geht aus den Stellungnahmen für eine am Donnerstag angesetzte Expertenanhörung im Landtag hervor.
    Die CDU/FDP-Landesregierung will das neue Sicherheitspaket noch vor der Sommerpause vom Landtag verabschieden lassen.
  • Ein Regionalzug ist in Baden-Württemberg in eine Schafherde gerast - rund 45 Tiere wurden bei dem Zusammenstoß getötet. Menschen wurden bei dem Unfall bei Konstanz nicht verletzt, wie die Polizei mitteilte. Demnach hatte sich die Herde mit rund 150 Tieren aus bislang ungeklärter Ursache aus ihrem Gehege befreit und war am frühen Morgen auf das Bahngleis gelaufen. Der Lokführer konnte den Zug nicht mehr rechtzeitig bremsen und erfasste die Herde. Die Bahnstrecke war mehrere Stunden lang gesperrt.
  • Etwa 40 Prozent der Erwachsenen in Deutschland haben laut einer Umfrage nach eigenen Angaben täglich weniger als eine Dreiviertelstunde Zeit zur freien Verfügung. Das geht aus einer repräsentativen YouGov-Umfrage im Auftrag der Zeitschrift „Tina“ hervor. Gefragt wurde auch nach den größten Zeitfressern oder Hindernissen an sogenannter Me-Time (Zeit für sich): Dabei werden Haushaltsarbeiten an erster Stelle gesehen (von 47 Prozent), es folgen das Internet und Social Media (31 Prozent).
  • Nach der heftigen Vulkaneruption mit Dutzenden Toten in Guatemala ist der Feuervulkan wieder ausgebrochen. Nach der erneuten Explosion wälzte sich Lava den Südhang des Berges hinab, wie der Katastrophenschutz des mittelamerikanischen Landes mitteilte. Sechs Ortschaften im Gefahrengebiet wurden evakuiert. Der Vulkan südwestlich von Guatemala-Stadt war am Sonntag ausgebrochen. Die Lavamassen zerstörten zwei Ortschaften nahezu vollständig. Mindestens 70 Menschen kamen bei dem Unglück ums Leben.

Der Blick über das Ausmaß der Zerstörung nach dem Ausbruch des Feuervulkans. Nach dem gewaltigen Ausbruch bekommen die Rettungskräfte bei der Bergung Schreckliches zu sehen. In einigen Häusern an den Hängen des Vulkans entdeckten sie ganze Familien, die bei dem Unglück ums Leben kamen.

Der Blick über das Ausmaß der Zerstörung nach dem Ausbruch des Feuervulkans. Nach dem gewaltigen Ausbruch bekommen die Rettungskräfte bei der Bergung Schreckliches zu sehen. In einigen Häusern an den Hängen des Vulkans entdeckten sie ganze Familien, die bei dem Unglück ums Leben kamen. © dpa

Das wird heute spannend oder wichtig:

  • Rund 500 Delegierte und Gäste treffen sich in Bielefeld zur alle zwei Jahre stattfindenden Mitgliederversammlung des Städtetags NRW. Auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat sein Kommen angekündigt. Ein Hauptthema sind drohende Diesel-Fahrverbote. Im Kampf gegen die schmutzige Luft kritisiert der scheidende Vorsitzende des Städtetages NRW mangelnde politische Rückendeckung aus Berlin. Er fühle sich von der „Beruhigungsallianz der Automobilschoner schon ziemlich alleine gelassen“, sagte Bielefeld Oberbürgermeister Pit Clausen (SPD). Die Städte wollten keine Fahrverbote, fürchteten aber, dass die Gerichte solche Schritte erzwingen könnten.

Jetzt lesen

  • Vor dem Einstieg des finnischen Fortum-Konzerns beim Stromerzeuger Uniper haben heute die Uniper-Aktionäre das Wort. Bei der Hauptversammlung in Essen dürfte es auch um die Rolle von Vorstandschef Klaus Schäfer gehen, der sich lange gegen die Finnen gewehrt hat. Ein an Uniper beteiligter US-Fonds hat einen Antrag auf Einsetzung eines Sonderprüfers angekündigt, der die Abwehrmaßnahmen des Managements durchleuchten soll. Dabei soll es auch um mögliche Schadenersatzansprüche gegen den Vorstand gehen.
  • Das Bundeskabinett bringt eine von der großen Koalition geplante Milliarden-Entlastung für gesetzlich Krankenversicherte auf den Weg. Ab 1. Januar 2019 sollen die derzeit allein von den Kassenmitgliedern zu zahlenden Zusatzbeiträge wieder zu gleichen Teilen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern gezahlt werden. Nach dem Entwurf von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) soll dies Arbeitnehmer und Rentner um 6,9 Milliarden Euro entlasten.
  • Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) stellt sich in der regelmäßigen Regierungsbefragung erstmals den Fragen der Abgeordneten. Kein Regierungschef zuvor hatte sich in diese Fragerunde begeben. Merkel kommt mit diesem Auftritt einer Vereinbarung im Koalitionsvertrag von Union und SPD nach.
  • Auf dem Weg zur Heim-WM im kommenden Januar bestreiten die deutschen Handballer ihren ersten Härtetest. Die Mannschaft von Bundestrainer Christian Prokop trifft in der Münchner Olympiahalle auf Vize-Weltmeister Norwegen.
  • Das zweite Verteidiger-Team von Beate Zschäpe soll seinen Schlussvortrag im NSU-Prozess vor dem Oberlandesgericht München fortsetzen. Rechtsanwalt Wolfgang Heer hatte mit seinem Plädoyer bereits am Dienstag begonnen und die sofortige Freilassung der mutmaßlichen Rechtsterroristin gefordert. Fraglich ist, ob seine beiden Kollegen Wolfgang Stahl und Anja Sturm schon am Mittwoch zu Wort kommen.
  • Im Prozess um die Gruppenvergewaltigung einer 14-Jährigen in Hamburg wird heute das Urteil erwartet. Drei Jugendliche und ein junger Mann hatten sich am 11. Februar 2016 in einer Wohnung an dem betrunkenen Mädchen vergangen, wie das Landgericht bereits in einem ersten Prozess festgestellt hat. Drei der jungen Männer und eine 15-Jährige filmten das Geschehen mit dem Handy. Dann legten sie ihr Opfer frühmorgens bei eisiger Kälte kaum bekleidet in einem Hinterhof ab.
  • Nach dem Viertelfinal-Aus von Alexander Zverev hat heute noch Angelique Kerber die Chance, erstmals in das Halbfinale der French Open einzuziehen. Die frühere Nummer eins der Tennis-Welt trifft in Paris auf die derzeitige Weltranglisten-Erste Simona Halep aus Rumänien.
  • Vier Jahre nach seiner ersten Weltraummission bricht der deutsche Astronaut Alexander Gerst zu seiner zweiten Expedition ins All auf. Heute startet „Astro_Alex“ mit einer Sojus-Rakete vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan zu seiner Mission „Horizons“ (Horizonte) auf der Internationalen Raumstation (ISS). Dort soll der Astronaut der Europäischen Weltraumorganisation (Esa) im Herbst als erster Deutscher das Kommando übernehmen.

Heute vor...

... 5 Jahren entscheidet das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe, dass der Staat auch eingetragenen Lebenspartnerschaften Homosexueller die Steuervorteile beim Ehegattensplitting gewähren muss.

Das ist in den sozialen Netzwerken los:

Ab und zu erobern relativ sinnfreie, dafür aber sehr unterhaltsame Hashtags den Kurznachrichtendienst Twitter. Derzeit ist es #grillenundsex: Dinge die man bei beiden Aktivitäten sagen kann.