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Weber soll Goerden als Schauspielhaus-Intendant folgen

BOCHUM Anselm Weber wird aller Voraussicht nach neuer Intendant des Bochumer Schauspielhauses und damit Nachfolger von Elmar Goerden.

von Von Thomas Aschwer

, 14.11.2008 / Lesedauer: 2 min

Die endgültige Entscheidung trifft der insgesamt achtköpfige Verwaltungsrat zwar erst am Freitag nächster Woche, doch die Signale sind jetzt eindeutig. „Es wird vom Kulturdezernenten Michael Townsend wohl dieser Vorschlag kommen“, war gestern aus Kreisen des Verwaltungsrates zu erfahren. Und auch Anselm Weber selbst hatte vor geraumer Zeit deutlich gemacht, dass ihn ein Engagement in Bochum stark reizen könnte. Zumindest örtlich müsste sich der 45-jährige Weber nicht ganz neu orientieren. Seit 2005 ist er Intendant des Essener Grillo-Theaters, ebenfalls ein Haus mit großer Tradition. Das Stadttheater der Stadt Essen wurde am 16. September 1892 eröffnet. In den vergangenen Jahren konnte es bei Kritiker-Umfragen Bochum wiederholt hinter sich lassen.

Das Bochumer Schauspielhaus gilt mit einem Jahresetat von rund 20 Millionen Euro, rund 290 Mitarbeitern und 1320 Plätzen in drei Spielstätten als eines der bedeutendsten deutschen Theater. Bekannte Intendanten wie Peter Zadek (1972-1979) oder Claus Peymann (1979- 1986) haben den Ruf des Hauses geprägt. Das Grillo-Theater ist mit maximal 440 Plätzen etwa so groß wie das kleine Haus in Bochum, die Kammerspiele. Für die Bereitschaft des hochgelobten Anselm Weber zum Wechsel nach Bochum seien auch Etatgründe ausschlaggebend gewesen, hieß es aus dem Essener Theater. Der Etat der Theater und Philharmonie Essen GmbH (TUP) ist gedeckelt, deshalb müssen Kostensteigerungen etwa durch Tarifabschlüsse aus der Substanz erwirtschaftet werden. Weber habe angesichts des Bochumer Angebots hart mit Essen um mehr Geld für das Grillo verhandelt, aber nicht genug bekommen, hieß es.