Weg zwischen Eichlinghofen und Menglinghausen schon früher umstritten

Hintergrund Schulbus-Debatte

Besorgt sind Eltern immer. Die in Menglinghausen derzeit aber besonders. Denn der Schulbus fährt ihre Kinder nur noch bis Juli zur Grundschule nach Eichlinghofen.

MENGLINGHAUSEN

von Von Christian Rothenberg

, 07.03.2011, 18:46 Uhr / Lesedauer: 2 min
Noch hält der Schulbus an der Eichlinghofer Grundschule.

Noch hält der Schulbus an der Eichlinghofer Grundschule.

Die Verkehrssituation war damals anders: Die heutige Gustav-Korthen-Allee hieß noch Stortsweg und führte nur über eben jene steile Kurve auf Höhe der heutigen Straße Imckebank auf die Menglinghauser Straße. Für Autofahrer unübersichtlich, für Fußgänger höchst gefährlich: Denn der Verbindungsweg hatte weder Bürgersteig noch Beleuchtung. Auch damals beklagten viele Anwohner die mangelnde Verkehrssicherheit. Erst 1982 wurde der Stortsweg um 250 Meter ausgebaut und direkt mit der Menglinghauser Straße verbunden. Drei Jahre später erhielt die Straße dann ihren heutigen Namen und wurde nach Gustav Korthen benannt, dem 1984 verstorbenen Dortmunder Bürgermeister.   Er hatte sich vehement für den Ausbau der Straße eingesetzt und mit den Bauern verhandelt, die ihre Grundstücke nicht abgeben wollten.

Horst Götze, ehemaliges Ratsmitglied sowie Hombrucher Bezirksvorsteher, erinnert sich: "Über den Ausbau war schon seit den 1960ern diskutiert worden. Der Unfall war schließlich die Initialzündung, das was passiert ist. Das ist vor allem Korthens Einsatz zu verdanken", so der heute 68-Jährige. Auch SPD-Ratsmitglied Olaf Radtke kommt aus Menglinghausen und kennt noch die alte berüchtigte Kurve am alten Stortsweg. Nur weil seine Mutter ihn dort einst aus der Bahn eines auf sie zurasenden Autos stieß, entging er im September 1978 knapp der Katastrophe.

Er sagt: "Die Straße war damals nicht sicher und sie ist es auch heute nicht." Drei Jahrzehnte später kämpft Radtke für die Sicherheit auf dem Weg von Menglinghausen nach Eichlinghofen. Denn 250 Meter entfernt von der einst berüchtigten Kurve, an der stark befahrenen Ecke Gustav-Korten-Allee/Menglinghauser Straße, sollen die Schüler ab September aus dem Linienbus steigen. Eine Kreuzung ohne Ampel oder Zebrastreifen. Die Eltern werfen der Stadt vor, die Folgen der Entscheidung nicht bedacht zu haben. Sie wollen nicht, dass erst wieder etwas Schlimmes passieren muss.

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