Weihnachten in Zahlen: Das große Fressen

Kuriose Statistiken

Die Deutschen lieben es traditionell. Heiligabend oder an einem der Feiertage kommen in fast jedem zweiten Haushalt einmal Kartoffelsalat und Würstchen auf den Tisch. Schmeckt ja auch. Und darum geht es vor allem. Rund um die Feiertage wollen die Deutschen schlemmen - auch mal mehr als nötig. Das hat natürlich Folgen.

DORTMUND

, 23.12.2017, 04:00 Uhr / Lesedauer: 3 min
Weihnachtsessen

Weihnachtsessen © picture alliance / dpa

Von wegen Superfoods und Veganismus - Weihnachten geht es bei den Deutschen sehr klassisch zu. Der Kartoffelsalat zählt zu den beliebtesten Gerichten gerade am Heiligen Abend. Schnell gemacht und nicht zu sättigend, schließlich gibt es am Tannenbaum dann noch genug Süßkram und Knabberzeug.

Am besten schon am Vortag damit anfangen die Kartoffeln zu kochen und zu pellen. Auf Chefkoch.de empfehlen die Köche für 6 Portionen zwei Kilo Kartoffeln (möglichst nicht zu große). Am nächsten Tag die Kartoffeln in Scheiben oder Stücke schneiden und den Salat nach belieben verfeinern; etwa mit Zwiebeln (150 bis 200 Gramm), einem kleinen oder großen Glas Gewürzgurken und klein gewürfelter Fleischwurst. Aber Achtung – Reihenfolge beachten. Erst nur Kartoffeln und Zwiebeln mischen. Einen halben Liter Brühe mit Essig (ca. drei Esslöffel) und Gurkenwasser abmischen, Senf (einen Esslöffel), Salz, Pfeffer und Zucker einrühren und kurz aufkochen lassen. Damit es nicht zu sauer wird, bei Bedarf mit Wasser strecken. Diesen Mix kurz aufkochen und abkühlen lassen und über die Kartoffeln mit den Zwiebeln gießen. Kurze Pause, damit das einziehen kann. Dann die Gürkchen, Fleischwurst und Eier dazu – und erst jetzt die Mayo unterrühren. Mutti würde jetzt noch sagen: „Aber nicht die Fettarme.“

Aber das ist nur eines von vielen möglichen Rezepten für Kartoffelsalat. Ob Schwäbische Art, Mediterran oder Türkisch – gefühlt macht ihn jeder anders.

Der kulinarische Klassiker auch an Weihnachten: Kartoffelsalat mit Würstchen

Der kulinarische Klassiker auch an Weihnachten: Kartoffelsalat mit Würstchen © picture alliance / Julian Strate

Auswärts essen an den Feiertagen

Gut die Hälfte der Deutschen geht an den Feiertagen aber auch aus - ins Restaurant. Ein Drittel der Befragten bevorzugt den Restaurantbesuch mit der ganzen Familie, weil das Restaurant einen Ort bietet, an dem alle zusammenkommen – ohne dass eine Partei die ganze Arbeit hat. 12 Prozent gaben außerdem an, dass sie spezielle Gerichte nicht selbst zubereiten könnten oder ihnen deren Zubereitung schlichtweg zu aufwendig sei. Und für einen kleineren Teil (8 Prozent) sei der festliche Rahmen in den Restaurants wichtig und gehöre zu den Festlichkeiten. Jedoch haben viele Restaurants gerade an Heiligabend zu. Aber die große Mehrheit will da sowieso lieber selbst kochen.

Zwischen Mitte November und Ende Dezember gehen 40 Prozent der Befragten übrigens öfter ins Restaurant als während des restlichen Jahres. Die Mehrheit (70 Prozent) bestellt dann bevorzugt traditionelle Speisen, wie zum Beispiel Gans mit Knödeln und Rotkohl. 40 Prozent lassen sich auch gerne von Weihnachts-Specials und besonderen Menü-Angeboten eines Restaurants anziehen.

Noch ein paar Futterfakten zum Fest

  • Typisch deutsche Weihnachten: 47 Prozent essen Gans oder Ente am 1. Weihnachtsfeiertag - in Mecklenburg liegt die Zahl sogar bei 87 Prozent. Jeder Siebte unter 30 Jahren bricht mit der Tradition und genießt vegetarisch.
  • Fest der Schlemmerei: Ein Drittel der Weihnachtsausgaben werden für Essen und Trinken aufgewendet. Jeder deutsche Haushalt gibt durchschnittlich 226 Euro an Weihnachten dafür aus.
  • Karpfen blau?: Nur bei 13 Prozent kommt Heiligabend Fisch auf den Tisch.
  • Na klar, die Thüringer: Die größten Würstchen-und-Kartoffelsalat-Anhänger leben in Thüringen (73 Prozent der Menschen), im Saarland gibt es den Klassiker nicht mal in jedem Dritten Haushalt.
  • Wem der ganze Trubel um das Festtagsessen und die Familie zu viel ist, der beruhigt die Nerven mit dem einen oder anderen Glas Alkohol. Jeder Vierte (25 Prozent) übertreibt es dabei gelegentlich und ist an Weihnachten auch schon mal betrunken. In der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen geben sogar 39 Prozent zu, an Weihnachten gerne mal zu tief ins Glas zu schauen.