Weihnachtsmarkt-Umsätze sind wenig zufriedenstellend

Niedrige Besucherzahlen

Der Weihnachtsmarkt geht auf sein Ende zu und die Bilanz fällt gemischt und ernüchternd aus. Das Fazit: Es müssen neue Ideen her, um den Markt für Besucher und Schausteller gleichermaßen attraktiv zu erhalten.

INNENSTADT

von Von Andreas Tietz

, 23.12.2010, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
20 Prozent mehr Lichtdekoration und liebevolle Gestaltung hatte der Weihnachtsmarkt in diesem Jahr zu bieten - die Kauflaune der Besucher ließ dennoch stark zu wünschen übrig.

20 Prozent mehr Lichtdekoration und liebevolle Gestaltung hatte der Weihnachtsmarkt in diesem Jahr zu bieten - die Kauflaune der Besucher ließ dennoch stark zu wünschen übrig.

Wenig zufriedenstellend, wie nicht nur Schmidt findet: „Alle stöhnen. Besonders die Kunsthandwerker beklagen miserable Umsätze. Die Leute gucken, aber kaufen nicht. Einigermaßen gut läuft es nur bei den Imbiss- und Getränkeanbietern.“ Ein Phänomen, das allerdings nicht auf Witten beschränkt sei: "Überall gehen die Besucherzahlen zurück, und das hat trotz des vielen Schnees nur bedingt mit dem Wetter zu tun.“ Womit es denn zu tun hat, soll ein Treffen von Vertretern des Stadtmarketings, der Schausteller und des Wittener Einzelhandels im Januar klären, bei dem eine Bilanz gezogen wird. „Möglicherweise kaufen die Leute Kunsthandwerk lieber in Geschäften ein. Wirklich gut lief der Markt nur in den ersten Tagen nach der Eröffnung, die in diesem Jahr um drei Tage vorverlegt worden war.“ Man wolle am Markt auf jeden Fall festhalten, stellte Schmidt klar. Es sei aber ebenso klar, das die Veranstaltung überarbeitet werden müsse.

„Wir brauchen neue Ideen, neue Highlights und ein neues Programm“, skizziert Schmidt die Marschrichtung. Allein mit mehr Licht und Dekoration sei es nicht getan. Beides wurde in diesem Jahr noch einmal erweitert und zum Teil erneuert. Beim Thema „Highlight“ schielt Thomas Schmidt auch auf die Eisbahn, die auf Initiative des Rotary Clubs Witten wieder auf dem Weihnachtsmarkt installiert wurde. Zwar seien genaue Zahlen noch nicht verfügbar, die Bahn erfreue sich aber auch in diesem Jahr konstanter Besucherzahlen. Auch die für Wittener Schulklassen reservierten Termine seien fast alle ausgebucht gewesen, erklärt Schmidt.