Weihnachtswunder von Krefeld: Finder überreicht 16000 Euro der Polizei

Ehrlicher Finder

Die Begeisterung über Stefan Wefers aus Krefeld reißt nicht ab: Er fand am Heiligabend einen Rucksack mit Bargeld - und übergab ihn der Polizei. Er selbst ist von den Reaktionen überrascht.

Krefeld

27.12.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Weihnachtswunder von Krefeld: Finder überreicht 16000 Euro der Polizei

Ehrlicher Finder überreicht der Polizei einen Rucksack mit 16000 Euro. © Jens Kalaene/ZB/dpa

Drei Tage, nachdem ein Mann in Krefeld rund 16 000 Euro gefunden hat, reißt die Begeisterung um seine Ehrlichkeit nicht ab. Stefan Wefers hatte am Heiligabend beim Gassi gehen einen Rucksack mit der hohen Bargeldsumme entdeckt und der Polizei gemeldet.

„Ich wundere mich vor allem darüber, dass ich von allen Seiten Lob dafür bekomme, weil ich das Geld abgegeben habe. Das ist doch selbstverständlich“, sagte der Elektromeister am Freitag der Deutschen Presse-Agentur: „Ich würde immer wieder so handeln.“

Anerkennung und Respekt für den Finder

Auch die Beamten äußerten mehrfach Respekt und Anerkennung, dass Wefers den Fund gemeldet und das Geld - exakt 16 225 Euro - nicht einfach behalten hatte. Für den 51-Jährigen allerdings Ehrensache, denn: „Wer immer es verloren hatte, wäre doch dadurch in großer Not gewesen.

Der Eigentümer des Rucksacks arbeitet wohl als Angestellter in einem Geschäft, wie ich hörte. Womöglich waren die Scheine die Tageseinnahmen, die er einzahlen sollte. Wenn das stimmt und das Geld wäre weg gewesen, hätte er sicher viel Ärger bekommen.“

Wefers verzichtet auf den Finderlohn

Die Polizei machte zu dem Mann, der das Geld verloren hatte, keine weiteren Angaben. „Es war nicht der Klassiker, an den viele in so einem Fall denken, nach dem Motto: Mann will seinen Kindern Geld zu Weihnachten schenken und verliert es auf dem Weg zur Familienfeier - So ist es jedenfalls nicht passiert“, sagte eine Sprecherin am Freitag.

Auf einen Finderlohn - laut Gesetz 500 Euro - verzichtete Stefan Wefers: Der Mann, der das Geld verloren hatte, habe schon „Pech genug“ gehabt. „BILD.de“ hatte zuerst mit dem Finder gesprochen.

dpa

Lesen Sie jetzt