Weiterbau der OW III a

Projekt auf der Landes-Prioritätenliste

Und sie wird doch gebaut,die Verlängerung der Umgehungsstraße OW III a nach Osten. Die rot-grüne Landesregierung hat das umstrittene Projekt auf ihrer Prioritätenliste und möchte ein Linienbestimmungsverfahren einleiten. Einziger Wermutstropfen für die Befürworter: Düsseldorf will keinen Weiterbau in Richtung Unna.

BRACKEL

22.09.2011, 18:20 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bisher endet die Brackeler Straße (OW III a) in Asseln. Auch die Landesregierung möchte den Weiterbau.

Bisher endet die Brackeler Straße (OW III a) in Asseln. Auch die Landesregierung möchte den Weiterbau.

„Sie würde das Naturschutzgebiet und Naherholungsgebiet Wickeder Ostholz mit seiner Fauna und Flora zerschneiden und verlärmen.“ In der Nähe befinde sich auch der Pleckenbrink-See mit über 100 Vogelarten, von denen viele auf der „Roten Liste“ stünden.Grünen-Ratsvertreterin Ingrid Reuter kündigt an, gemeinsam mit den Naturschutzverbänden gegen den Weiterbau der Umgehungsstraße zu kämpfen. Bis zum Bau der Straße seien noch mehrere Zwischenentscheidungen notwendig, macht die Dortmunder Landtagsabgeeordnete Daniela Schneckenburger Hoffnung aus grüner Sicht. „Mit der Abarbeitung der jetzigen Prioritätensetzung wird das Land NRW die nächsten zehn Jahre beschäftigt sein.“

Doppelt ist die Freude bei Nadja Lüders (SPD, MdL) über das Ja zum 3. Bauabschnitt. „Dies bedeutet, dass die dringend notwendige Ortsumgehung für Asseln und Wickede vorrangig weiter geplant wird.“ Auch hat die Landtagsabgeordnete eine Wette gegen die CDU in der BV Brackel gewonnen. Diese hatte behauptet, dass mit Rot-Grün im Land kein Fortschritt bei der OW III a zu erzielen sei. Nun erwartet Lüders, dass die Union ihren Wetteinsatz einlöst. Der Ferienspaß der AWO Wickede könne das Geld für die Kinder in den nächsten Sommerferien gut gebrauchen. „Ich bin froh um jeden Meter OW III a, der gebaut wird“, teilte Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Czierpka (SPD) mit. Es sei normal, dass die Straße abschnittsweise gebaut werde. Er ist zuversichtlich, dass sich am Ende die Vernunft durchsetzen werde und der Anschluss in Unna erfolge. Der Eingriff in die Natur sei bedauerlich, doch habe die Entlastung der Menschen am Hellweg Vorrang. Zurzeit werde die Umweltverträglichkeitsstudie fertig gestellt. 2012 folge das Linienbestimmungsverfahren.

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