Wellen punkten am See

Heveney "Kaum zu glauben, dass das Sand ist", bekundet eine Besucherin des Sandfestivals Ruhr am Kemnader See laut und spontan ihre Bewunderung für die Skulptur "Wellen".

29.07.2007, 19:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wellen punkten am See

<p>Preisträger Niels Vegter vor seinen "Wellen". Linka</p>

Die Arbeit des Niederländers Niels Vegter hat am Sonntag kurz zuvor auch die Jury überzeugt. Die in verschiedenen Kunstsparten engagierten Fachleute kürten Vegter zum ersten Preisträger des eigentlich maritimen Ereignisses an der Ruhr. Dass das Wetter nicht so richtig mitgespielt hat, das stört den Niederländer wenig: "So ist das bei einer Freiluftveranstaltung."

In den Augen des Software-Entwicklers, der als Meister der Abstraktionen bei seinen Sandskulpturen gilt, ist das Wittener Seeufer ein guter Platz für solche Veranstaltungen. Auch Bürgermeisterin Sonja Leidemann und Martina Schmück-Glock aus dem Aufsichtsrat der Freizeitzentrum Kemnade GmbH bekunden in ihren Gratulationsreden für die Preisträger ihr Interesse daran, dass das Festival kein einmaliges Gastspiel bleibt. Die Organisatoren wollen versuchen, es künftig wenigstens alle zwei Jahre stattfinden zu lassen. Doch das hängt auch davon ab, ob genug Sponsorengelder fließen. Wilfried Perner, Geschäftsführer, der Freizeitzentrum Kemnade GmbH und Sonja Leidemann sind jedenfalls Feuer und Flamme für eine neue Idee: "Wir haben überlegt, das Festivalgelände künftig als Strandbad zu nutzen", erläutert Perner und deutet auf den kleinen Wasserarm, der zwischen dem Schwimmbad und dem Sandplatz liegt: "Wenn wir darüber eine Brücke bauen, können unsere Schwimmbadgäste sich vielleicht schon im nächsten Jahr hier im Sand sonnen." Das wäre gar nicht einmal teuer: Eine kleine Brücke, ein blickdichter Zaun und eine Drainage - dann wäre der Fall erledigt.

Staunend und mit Schirmen bewaffnet, so nehmen die wegen des Dauerregens nicht so zahlreichen Besucher derweil die vergänglichen Kunstwerke aus Sand in Augenschein: "Kaum zu glauben, dass sie wirklich nur aus Wasser und Sand bestehen", lobt die Dortmunderin Margit Becker. Ihren Ehemann Wolfgang Stephan erinnern sie an die Tage, als er mit den kleinen Kindern im Urlaub noch selbst Sandkrokodile gebaut hat: "Die dreidimensionalen Arbeiten hier sind schon etwas anderes." Susanne Linka

Die Sandskulpturen sind noch bis zum 9. September zu sehen. Eintritt: 6 Euro