Weltkriegs-Bombe in Neubaugebiet - Entschärfung geglückt

500 Anwohner betroffen

Bei Erdarbeiten in einem Neubaugebiet an der Boschstraße ist am Dienstagabend eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. 500 Anwohner mussten kurzfristig evakuiert werden. Die 250-Kilo-Bombe wurde gegen 22.45 Uhr erfolgreich entschärft.

RAHM

von Von Thomas Thiel

, 17.09.2013 / Lesedauer: 3 min
Weltkriegs-Bombe in Neubaugebiet - Entschärfung geglückt

Der Fundort: Ein Bagger stieß bei Erdarbeiten auf die britische Fliegerbombe.

  • Britische 250-Kilo-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg am Dienstagabend bei Erdarbeiten in Neubaugebiet "Rahmer Wald" an der Boschstraße gefunden.
  • Da ein Bagger die Bombe bewegt hatte, musste sie noch am Abend entschärft werden.
  • 500 Anwohner in einem 250-Meter-Radius um den Fundort mussten evakuiert werden.
  • 152 Anwohner kamen in Notunterkunft in Adler-Grundschule
  • Feuerwerker entschärfte Bombe um 22.46 Uhr erfolgreich

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Bombenfund am Rahmer Wald

Bei Erdarbeiten in einem Neubaugebiet in Rahm ist am Dienstagabend eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Die Stadt richtete für die Entschärfung einen Evakuierungsradius von 250 Metern um den Fundort ein.
17.09.2013
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Die Polizei sperrte zusammen mit dem Ordnungsamt mehrere Straßen und brachte die betroffenen Anwohner in die Notunterkunft in der Adler-Grundschule.© Foto: Oliver Schaper
Die Polizei sperrte zusammen mit dem Ordnungsamt mehrere Straßen und brachte die betroffenen Anwohner in die Notunterkunft in der Adler-Grundschule.© Foto: Oliver Schaper
Die Polizei sperrte zusammen mit dem Ordnungsamt mehrere Straßen und brachte die betroffenen Anwohner in die Notunterkunft in der Adler-Grundschule.© Foto: Oliver Schaper
Die Polizei sperrte zusammen mit dem Ordnungsamt mehrere Straßen und brachte die betroffenen Anwohner in die Notunterkunft in der Adler-Grundschule.© Foto: Oliver Schaper
Die Polizei sperrte zusammen mit dem Ordnungsamt mehrere Straßen und brachte die betroffenen Anwohner in die Notunterkunft in der Adler-Grundschule.© Foto: Oliver Schaper
Die Polizei sperrte zusammen mit dem Ordnungsamt mehrere Straßen und brachte die betroffenen Anwohner in die Notunterkunft in der Adler-Grundschule.© Foto: Oliver Schaper
Die Polizei sperrte zusammen mit dem Ordnungsamt mehrere Straßen und brachte die betroffenen Anwohner in die Notunterkunft in der Adler-Grundschule.© Foto: Oliver Schaper
Der Fundort: Ein Bagger stieß bei Erdarbeiten auf die britische Fliegerbombe.© Foto: Oliver Schaper
Der Fundort: Ein Bagger stieß bei Erdarbeiten auf die britische Fliegerbombe.© Foto: Oliver Schaper
Die Polizei sperrte zusammen mit dem Ordnungsamt mehrere Straßen und brachte die betroffenen Anwohner in die Notunterkunft in der Adler-Grundschule.© Foto: Oliver Schaper
Schlagworte Rahm

Feuerwerker Rainer Woitschek vom Kampfmittelbeseitigungsdienst Westfalen-Lippe entschärfte die 250-Kilo-Bombe um 22.46 Uhr. Anschließend sprengte er den Zünder unter einer Sanddecke aus Sicherheitsgründen kontrolliert. Ab sofort sind alle Straßensperrungen aufgehoben, die Anwohner können wieder zurück in ihre Wohnungen. An dieser Stelle beenden wir unseren Liveticker. Wir danken für Ihr Interesse und wünschen Ihnen eine gute Nacht!

Die Bombe ist entschärft!

Warten auf Neuigkeiten aus Rahm. Zur Entschärfung: Um den Zünder abzukriegen, benutzt der Feuerwerker übrigens eine Art "Raketenstock". Dabei wird der scharfe Zünder mit hoher Geschwindigkeit von der Bombe abgeschraubt. Gelingt dies, muss der Zünder wahrscheinlich seperat abseits der Bombe gesprengt werden. Das ist laut Stadt Usus bei britischen Bomben. So kann es sein, dass ein kleiner Knall in der Nachbarschaft zu hören sein wird.

Jetzt geht es ans Eingemachte: Alle Anwohner sind evakuiert, der Feuerwerker hat vor wenigen Minuten mit der Entschärfung der Bombe begonnen.  In der Notunterkunft sind momentan 152 Personen, neun Anwohner mussten mit Krankentransporten aus der Gefahrenzone gebracht werden. 

Der Abschluss der Evakuierung verzögert sich offenbar. Zwei von drei Räum-Bezirke sind leer. Die Pressestelle der Stadt wartet noch auf die Vollzugsmeldung aus dem letzten Bezirk. Damit verschiebt sich auch die Entschärfung nach hinten. Die 500 Anwohner müssen wohl noch etwas warten, bis sie wieder in ihre Wohnungen zurück können.

Die Evakuierung steht kurz vor dem Abschluss. Derzeit betreuen 18 Johanniter 132 Anwohner in der Notunterkunft in der Adler-Grundschule. 6 Anwohner mussten mit einem Krankentransport aus dem Evakuierungsradius gebracht werden. 

Die Evakuierung ist im Zeitplan. Die Stadt hat die Evakuierungszone in drei Bezirke unterteilt. Einer ist bereits komplett geräumt, die anderen beiden etwa zu 50 Prozent. Aktuelle Schätzung: Gegen 21.50 Uhr ist im Radius von 250 Metern kein Anwohner mehr. Danach kann sich der Feuerwerker an die Arbeit machen.

Die Stadt peilt an, nach einer erfolgreichen Entschärfung gegen 22.45 Uhr die Straßensperrungen und die Evakuierung aufheben zu können.

In diesen Minuten läuft die Evakuierung der Anwohner an. Die Johanniter-Unfallhilfe hat eine

in der Aula der

an der Jungferntalstraße 62 eingerichtet. Die Polizei hat bereits die ersten Personen dort hingebracht. Die Stadt rechnet mittlerweile damit, dass die Evakuierung "ganz grob geschätzt" (Stadtsprecher Hans-Joachim Skupsch) zwischen 21.30 und 22 Uhr abgeschlossen sein wird. Erst danach kann der Feuerwerker an die Arbeit. Er hat bereits einen ersten Blick auf die freiliegende Bombe geworfen. Erfahrungsgemäß sei es bei britischen Bomben so, dass der Zünder nach der Entschärfung der Bombe separat gesprengt werden müsse. 

Die Stadt spricht von einem "Spontanfund": Ein Bagger war bei Erdarbeiten in einem Neubaugebiet am Ende  der Boschstraße auf die 250 Kilo schwere Fliegerbombe aus britischer Produktion gestoßen. Da die Bombe bewegt worden ist, muss sie noch am Abend entschärft werden. Doch bevor das geschehen kann muss zuerst ein Umkreis von 250 Metern um die Bombe evakuiert werden. Davon sind laut Stadt 500 Anwohner betroffen. Auch die Kleingartenanlage "Rahmer Wald" liegt im Sicherheitsradius.

Größere Straßen oder Institutionen wie etwa Altersheime sind laut Stadt nicht betroffen. Die Röntgenstraße und "Zum Kniepacker" müssen teilweise gesperrt werden.Die Evakuierung beginnt um 19.30 Uhr, die Entschärfung ist für 21.30 Uhr angesetzt. Die Entschärfung kann sich jedoch nach hinten verschieben, je nachdem, wie schnell die Evakuierung erfolgt.