Weniger Verkehrsunfälle, mehr geklaute Fahrräder in Aplerbeck

Polizeistatistik 2011

Laut Statistik hat es 2011 weniger Verkehrsunfälle auf Aplerbecks Straßen gegeben. Der Bezirk ist zwar sicherer geworden, doch die gestiegenen Opferzahlen bereiten Polizeiwachleiter Rüdiger Denker Kopfzerbrechen.

APLERBECK

von Von Christian Stein

, 15.06.2012, 14:17 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Aplerbecker Polizei ist mit dem Jahr 2011 zufrieden. Die Verkehrsunfälle sind deutlich zurückgegangen - der niedrigste Stand seit 2004.

Die Aplerbecker Polizei ist mit dem Jahr 2011 zufrieden. Die Verkehrsunfälle sind deutlich zurückgegangen - der niedrigste Stand seit 2004.

 Gesunken ist die Zahl an Verkehrsunfällen im Stadtbezirk. Während die Polizei 2010 noch 1555 Unfälle gezählt hat, waren es in 2011 „nur“ 1420 – ein Rückgang von knapp neun Prozent. So erfreulich diese Entwicklung auch ist, die Opferzahlen bereiten Rüdiger Denker Kopfzerbrechen.  2010 wurden bei Verkehrsunfällen auf Aplerbecks Straßen 127 Menschen verletzt. Im letzten Jahr stieg die Zahl auf 144 Verletzte an, darunter 15 Schwerletzte. Im Vergleich zum Vorjahr gab es sogar einen Todesfall: Am 4. März 2011 kam eine 16-jährige Schülerin ums Leben, als sie beim Überqueren der B236 vor den Augen ihrer Freunde von einem Auto erfasst und tödlich verletzt wurde. „Es ist traurig, dass mehr Personen zu Schaden gekommen sind. Und das gegen den landesweiten Trend“, sagte Rüdiger Denker.Die Prognose des Wachleiters für das laufende Jahr sieht positiv aus, was die Kriminalitätsentwicklung angeht. Während die Straftaten von Januar bis Mai 2011 um 26 Prozent gestiegen sind, verbuchte die Polizei im gleichen Zeitraum in diesem Jahr einen Rückgang von 20,8 Prozent. Allerdings ist besonders auffällig, dass immer mehr Fahrräder in Aplerbeck gestohlen werden (12,8 Prozent mehr).  

 Die Gewaltkriminalität ist um neun Prozent gesunken, einen Handtaschenraub gibt es nur einmal alle sechs Monate. „Wer sich sicher fühlen möchte, bleibt in Aplerbeck. Denn bei denen, die die Grenzen Aplerbecks verlassen, besteht laut Statistik ein doppelt so hohes Risiko, Opfer einer Straftat zu werden“, erklärte Rüdiger Denker. „Wer sich hier nicht sicher fühlt, soll mal in die U47 steigen und in die andere Richtung fahren“, war das deutliche Schlusswort von Sascha Mader, Landesbeauftragter für den Stadtbezirk Aplerbeck. 

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