Wenn die Garage selbst zur Kunst wird

Ausstellung

Mit einer Ausstellung von Anja Gerecke startet der adhoc-Raum in eine neue Saison. Wieder einmal zeigt sich die Wandlungsfähigkeit der ehemaligen Doppelgarage, denn Gerecke nimmt Maße und Materialien des Raums auf und fügt sie zu einem neuen Ganzen zusammen. Herausgekommen ist eine Installation, die bewusst ein Hindernis im Raum darstellt.

BOCHUM

, 24.04.2015, 19:49 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auch im Detail ist Anja Gereckes Arbeit im adhoc-Raum sehr spannend.

Auch im Detail ist Anja Gereckes Arbeit im adhoc-Raum sehr spannend.

„Ich wollte etwas machen, das den Besucher stört“, sagt die in Berlin lebende Künstlerin und steht vor einer Holzkonstruktion, die sich wie ein Zaun im Raum auftürmt. Es sind Holzlatten, wie sie sich auch an den Türen der Garage finden. Zwar ist die Holzart nicht identisch, aber ihre Anzahl ist es.

Doch der Zaun ist nicht die einzige Stelle, wo sich der Raum selbst in Gereckes Installation spiegelt: Die Farbflächen an den Wänden, die dem Raum eine eigentümliche Atmosphäre geben, haben die gleiche Breite wie die Türen.

„Ich greife gerne auf, was der Ausstellungsraum hergibt“, sagt Gerecke über ihre Arbeit. Obwohl sich ihr Umgang mit dem adhoc-Raum von dem der zuvor eingeladenen Künstler unterscheidet, einigt sie doch alle eine Vorliebe: Die für zeitlich begrenzte, nur an einem Ort erlebbare Arbeiten.

Wie eine Schachtel

Auch Gereckes Arbeit wird nach zwei Wochen wieder verschwunden sein. Für die Künstlerin kein Problem: „Ich will nicht alles einlagern“, sagt sie und schätzt mehr die Erfahrung der Erarbeitung einer solchen Installation. Für die gebe es zwar „einen Plan A“, doch nicht selten entwickle sich vor Ort immer etwas anders als ursprünglich angedacht.

„Bei diesem Raum dachte ich zum Beispiel, dass er etwas größer wäre“, sagt sie. Dennoch mag sie den adhoc-Raum: „Er ist sehr kompakt und hat etwas von einer Schachtel.“ Für ihre Installation, die den Titel „transformer“ trägt, sei das ideal: „Ich kann hier den ganzen Raum bespielen.“

Anja Gerecke, transformer, bis 8. Mai, geöffnet nach Vereinbarung: info@adhocraum.com

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