Wer dann noch lachen kann

Birgit Vanderbeke

„Ein bisschen Pech“, so schreibt es Birgit Vanderbeke, hatte die Autorin in ihrer Kindheit. Ein Vater, der sie misshandelt, obwohl er sein „Bienchen“ vermutlich nicht „kaputt schlagen“ wollte. Eine Mutter, die die „väterliche Hand“ einfordert und das fantasievolle Kind mit Medikamenten vollstopft.

08.08.2017, 09:33 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nach „Ich freue mich, dass ich geboren bin“ setzt die mittlerweile in Frankreich lebende Schriftstellerin ihren dreibändigen Zyklus, in dem sie sich mit ihrer Familiengeschichte literarisch auseinandersetzt, mit „Wer dann noch lachen kann“ fort.

Eine ungewöhnliche Schmerztherapie nach einem Unfall als Erwachsene ist der Auslöser dafür, dass sich die Kindheitserinnerungen zu einer Geschichte zusammensetzen. Erzählt wird im typischen Vanderbeke-Sound mit Wiederholungsschleifen.

Birgit Vanderbeke: Wer dann noch lachen kann, 159 S., Piper, 18 Euro, ISBN 978-3-492-05839-1.