Werkschau mit Anne und Patrick Poirier

Skulpturenpark Waldfrieden

Siegmund Freud, hat die Erinnerung mit einer in Trümmern liegenden Stadt verglichen. Er gilt damit als Stichwortgeber für das Werk des Künstlerehepaars Anne und Patrick Poirier. Am Samstag eröffnet die Schau "Mnemosyne" (griechisch für Gedächtnis), die die Werke der Franzosen im Wuppertaler Skulpturenpark Waldfrieden zeigt.

Wuppertal

, 27.10.2016, 16:12 Uhr / Lesedauer: 1 min
Werkschau mit Anne und Patrick Poirier

Die weitläufigen Räume im Inneren von „Ouranopolis“ (1995) sind durch die Bullaugen der Skulptur zu sehen.

Seit den 1970er-Jahren setzen sich die Poiriers in ihrer Kunst mit der abstrakten Verbildlichung des menschlichen Geistes auseinander.

"Es geht um Metaphern, aber auch um unsere gemeinsame Faszination für Architektur und Archäologie", sagt die 74-jährige Anne Poirier.

Die Trümmer in Freuds Formulierung - in den Großplastiken der Poiriers werden sie wieder aufgenommen, um daraus imposante Miniatur-Städte zu erschaffen.

Dass die markantesten Bauwerke dieser Metropolen und deren Anordnung an den Aufbau des menschlichen Gehirns erinnern, ist kein Zufall.

Skizzen stehen als eigene Werke

Vorbilder für Holzplastiken wie "Mnemosyne 2" sind Bleistiftzeichnungen, die gleichzeitig Arbeitsskizzen und eigenständige Kunstwerke darstellen. Auch sie gehören zu den Exponaten, die in den beiden Ausstellungshallen des Skulpturenparks zu sehen sind.

Die Schau umfasst zehn Werke aus den letzten vier Jahrzehnten des gemeinsamen Arbeitens der Poiriers.

"Als Ehepartner gemeinsam zu arbeiten, war eigentlich nichts, was wir von Beginn an so geplant haben. Das hat sich erst ergeben. Motor war dafür unsere gemeinsame Lust am Reisen", erklärt Patrick Poirier.

Skulpturenpark Waldfrieden Wuppertal: Mnemosyne, 29.10.2016-8.1.2017, Hirschstraße 12, Fr-So 10-17 Uhr, Eintritt 10 (erm. 8 Euro).