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Brandstifung vermutet: Anhänger brennt aus

Auf dem Hagen

Ein brennender Anhänger auf dem Parkplatz Am Hagen hat in der Nacht zu Karfreitag für einen Feuerwehreinsatz gesorgt. Nicht nur, dass es sich bei diesem Hänger um ein Symbol gegen Fremdenfeindlichkeit und für Toleranz gehandelt hat – auch über die verbrannte Ladung herrscht Uneinigkeit. Nun sucht die Polizei nach einem Verdächtigen.

Werne

, 03.04.2015 / Lesedauer: 3 min

Update 18 Uhr: 

Nach ersten Ermittlungen geht die Polizei nun von Brandstiftung als Brandursache aus. Auch die Schadenshöhe hat die Polizei inzwischen geschätzt: Der Brand in dem Anhänger auf dem Parkplatz habe insgesamt einen Schaden von rund 800 Euro verursacht. 

Einen Verdächtigen sucht die Polizei auch: Ein Mann, etwa 1,70 Meter groß, bekleidet mit einer schwarzen Jacke und einer hellen Hose, ist in der gleichen Nacht von einem Zeugen gesehen worden. Gegen 3.45 Uhr habe er im Bereich Bahnhofstraße/Münsterstraße und Tenhagenstraße/Selmer Straße versucht, Plakatwände anzuzünden. Das Papier habe jedoch bloß leicht gekokelt. 

Hinweise auf die verdächtige Person nimmt die Polizei unter Tel. 02389 9213420 entgegen.

Erstmeldung:

Der Anhänger steht seit einigen Wochen auf dem Hagen und trägt den Aufdruck "Werne ist bunt" sowie "Antifaschistische Aktion Werne" – wobei sich die Antifa Werne von der Aktion distanziert hat. Tatsächlich geht die Aktion gegen Fremdenfeindlichkeit und für mehr Toleranz auf eine Privatinitiative zurück, die den Hänger zunächst auf dem Kreisverkehr am Solebad und schließlich, nach Hinweisen des Ordnungsamtes, auf dem angrenzenden Parkplatz abgestellt hatte. Die Aufschrift "Antifaschistische Aktion Werne" sei zufällig gewählt und nicht auf die Antifa bezogen, erklärten die Organisatoren.

Brandstiftung nicht bestätigt

Um 1.03 Uhr wurde am frühen Karfreitagmorgen, 3. April, der Löschzug 1 der Freiwilligen Feuerwehr Werne alarmiert. "Bei Eintreffen an der Seilscheibe hatte versuchte bereits der Rettungsdienst mit einem Pulverlöscher den Brand zu bekämpfen und hielt die Flammen niedrig", berichtet Brandinspektor Dr. Bodo Bernsdorf. "Ein Trupp unter Atemschutz konnte so den Brand löschen, ohne dass der Hänger vollständig zerstört wurde." 

Ob es sich womöglich um Brandstiftung handelt, konnte Bernsdorf nicht bestätigen: "Das hätte genauso eine unachtsam weggeworfene Zigarette oder eine Batterie gewesen sein können, die alles entzündet hat."

Mit zwei Vorhängeschlössern gesichert

Der Besitzer des Hängers, der anonym bleiben möchte, erklärte hingegen auf Anfrage unserer Redaktion, dass es sich bei der Ladung um überholte Computer sowie Spielzeugspenden gehandelt habe. "Sie sollten am Dienstag zu einer gemeinnützigen Organisation gebracht werden." Auch sei der Hänger mit zwei Vorhängeschlössern gesichert gewesen. Dr. Bodo Bernsdorf berichtet hingegen: "Die Laderampe des Hängers stand beim Eintreffen von Rettungsdienst und Feuerwehr offen." Zur Brandursache gebe es jedoch keine Erkenntnisse.

Noch am Karfreitag waren Helfer zur Stelle und haben die letzten Spuren des Brandes beseitigt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. 

 

 

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