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Die fehlende Mitte vor Ostern finden

Andacht im Kapuzinerkloster

Der ökumenische Gesprächskreis der evangelischen und katholischen Kirchen in Werne traf sich zur spirituellen Vorbereitung auf das Osterfest in der Kirche des Kapuzinerklosters.

WERNE

von Von Elisabeth Plamper

, 01.04.2012
Die fehlende Mitte vor Ostern finden

Der Linolschnitt »Die fehlende Mitte« von dem Maler und Grafiker Heinz Seeber zeigt die Kreuzigungsszene mit dem Messias und den beiden Schächern ohne Kreuz.

„Die fehlende Mitte“ – dieses Leitwort hatten Pater Wolfgang Drews und Pfarrer Kai-Uwe Schroeter für die meditative Passionsandacht mit Bildbetrachtung gewählt. Die einleitenden Worte sprach Pater Wolfgang anhand der Beschreibung des Linolschnitts „Die fehlende Mitte“ von dem Maler und Grafiker Heinz Seeber. Es zeigt die Kreuzigungsszene mit dem Messias und den beiden Schächern. Doch das Kreuz mit Jesu in der Mitte fehlt.

Seeber entwickelte das Bild unter dem Arbeitstitel „Die Orientierungslosigkeit in unserer Zeit“, und der Guardian zitierte aus der Beschreibung des Werks die Frage: „Kann die Orientierungslosigkeit unserer Zeit besser ins Bild gesetzt werden?“ Im zweiten Teil der Andacht gingen die Gläubigen der Frage nach, welche Bedeutung die Worte, die Jesus am Kreuz sprach, in der heutigen Zeit haben. Bilder zeigten Kinder in Armut, ältere Menschen, den Kopf in die Hände stützend, oder Franziskaner in ihrer braunen Kutte bei ihrer Missionsarbeit.

Eine Welt, die im Alltag weit weg scheint und oft nur nachrichtlich in den Medien präsent ist, wurde hautnah spürbar. Pater Wolfgang und Pfarrer Schroeter lasen die sieben Worte Jesu jeweils im Wechsel vor und interpretierten diese aus der Perspektive des Christseins auf das Leid der Menschen in der heutigen Zeit, beispielsweise Verfolgung aufgrund des eigenen Glaubens, der eigenen Überzeugung, von Kindern ohne eine Chance auf Bildung und von Menschenrechtsverletzungen.  Zwischen den einzelnen Textimpulsen und spirituellen Anstößen sangen die Teilnehmer ausgewählte Lieder aus dem Gotteslob, die auch Momente boten, ganz für sich persönlich die Impulse aufzunehmen. Elisabeth Plamper

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