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Jeder hat Angst - ob vor Hunden oder Situationen

27.11.2018
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Es muss nicht die vor dem Hund sein. Jeder kennt sie: die Angst. Vor irgendetwas. Grundsätzlich ist Angst eine extrem wichtige Überlebensstrategie, sagt der Lüner Hypnotherapeut Dr. Christian Lüdke (58). Dabei bleibt die Summe aller Ängste ein Leben lang gleich. "Wir haben permanent ein Angstniveau, nur die Angstrichtung kann sich ändern."© Vanessa Trinkwald
Lüdke unterscheidet zwischen Real-Ängsten ("Ich bin irgendwann einmal von einem Hund gebissen worden") oder Phobien, die mit Kontrollverlustängsten einhergehen. "Wir müssen stets die Kontrolle über sechs Grundgefühle behalten, wobei vier Gefühle im Vordergrund stehen: Trauer, Wut, Ärger, Freude", sagt Christian Lüdke. Halten wir diese Gefühle zurück, können sich unbewusste Ängste entwickeln. Die Psychologie unterscheidet zwischen 621 verschiedenen Phobien.© Vanessa Trinkwald
Simone Littau, so würde Lüdke sagen, hatte nie wirklich Angst vor Hunden. Sondern: Ein bestimmtes Gefühl, ein emotionales Erleben war an die Tiere gekoppelt. "Ich würde vermuten, dass die Angst vor den Tieren eine gefühlsmäßige Ursache hatte", sagt Lüdke.© Vanessa Trinkwald
Dr. Christian Lüdke nennt ein Beispiel: den Säbelzahntiger, der im Gebüsch raschelt. "Den Säbelzahntiger gibt es nicht mehr, der hat heute andere Gesichter: Das kann der Partner sein, das kann aber auch der Hund sein, vor dem man Angst hat." Grundsätzlich gibt es drei Reaktionen auf einen im Gebüsch raschelnden Säbelzahntiger: fliehen, kämpfen oder erstarren.© Vanessa Trinkwald
Packt einen die Angst, rät Lüdke, zu atmen. "Tief ein- und ausatmen – das ist das Mittel der ersten Wahl." © Vanessa Trinkwald
Menschen mit einer Panikattacke sollten mehr auf ihren Körper achten und weniger auf die Situation. "Es ist wichtig, sich auf sich zu konzentrieren", sagt Lüdke. Menschen sollten rausgehen, sich bewegen.© Vanessa Trinkwald
Sitzen bleiben, an die Decke gucken und warten, bis die Angst vorbei geht, sei der falsche Weg, sagt Lüdke.© Vanessa Trinkwald