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Monika D. wegen Totschlags zu über elf Jahren verurteilt

Bluttat auf Pferdehof

Der Prozess war einer der längsten der jüngeren Dortmunder Schwurgerichts-Geschichte: Seit Juni 2011 verhandelten die Richter an mehr als 50 Sitzungstagen über das tödliche Gewaltverbrechen an der Werner Pferdehof-Betreiberin Elsbeth B. Am Donnerstag wurde endlich das Urteil gesprochen.

WERNE / DORTMUND

von Von Martin von Braunschweig

, 14.02.2013
Monika D. wegen Totschlags zu über elf Jahren verurteilt

Monika D. ist zu elf Jahren und acht Monaten Haft wegen Totschlags verurteilt worden.

 Die Angeklagte Monika D. muss wegen Totschlags für elf Jahre und acht Monate in Haft. Daran, dass die Angeklagte Elsbeth B. im Oktober 2010 auf deren Hof getötet hat, bestand wohl nie ein Zweifel. Zwar hat Monika D. während des gesamten Prozesses nichts gesagt. Gleich zu Beginn der Verhandlung hatten ihre Verteidiger Helge Boelsen und Christoph Klein dem Gericht jedoch einen Brief vorgelegt, in dem die frühere Jura-Studentin einräumte, sie habe "ein unbezahlbares Menschenleben" zerstört. Umstritten blieb jedoch bis zuletzt die Frage des Motivs. Während Staatsanwältin Barbara Cuntze davon überzeugt ist, dass Monika D. aus Habgier zur Mörderin wurde, weil sie sich den Knappmann-Hof unter den Nagel reißen wollte, haben die Richter Zweifel daran, dass dies das alleinige Motiv gewesen ist. Für das Schwurgericht kam deshalb nur eine Verurteilung wegen Totschlags in Betracht.Zu der langen Verfahrensdauer äußerte sich der Vorsitzende Richter Wolfgang Meyer in der Urteilsbegründung so: "Wir sind dafür bekannt, dass wir gründlich arbeiten und Sachverhalte wirklich umfassend aufklären." Darüber hinaus habe die zwischenzeitliche psychische Erkrankung der Angeklagten dafür gesorgt, dass Monika D. nicht mehr voll verhandlungsfähig gewesen sei.    

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