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Sparmaßnahmen für Neubau der Wiehagenschule

In Werne

Zehn Millionen Euro sollte der Neubau der Wiehagenschule ursprünglich kosten. Schnell war klar, dass es rund 400.000 Euro teurer wird. Im Ausschuss für den Kommunalbetrieb Werne hat das zuständige Architekturbüro jetzt einige Sparmaßnahmen vorgeschlagen.

WERNE

, 05.10.2017
Sparmaßnahmen für Neubau der Wiehagenschule

Von der Glasfassade des Mittelbaus hat man sich verabschiedet. Stattdessen sollen „lange Fensterbänder“ die neue Wiehagenschule schmücken.

Der erste Spatenstich ist bereits Geschichte. Am Montag dann soll es losgehen mit den Erdarbeiten für die neue Wiehagenschule an der Stockumer Straße. „Der erste Kanal wird verlegt, sodass möglichst schnell mit dem Fundament begonnen werden kann“, kündigte Architekt Professor Klaus Legner vom Architekturbüro h4a am Mittwochabend im Ausschuss für den Kommunalbetrieb Werne an. Während man bei den Bauarbeiten für das Millionen-Projekt im Zeitplan liege, sind es die Mehrkosten, die bei Politikern und Verwaltung derzeit für Kopfzerbrechen sorgen.

Wie berichtet, liegen die Kosten aktuell 412.850 Euro über den erwarteten zehn Millionen Euro. Sparen will man deshalb vor allem an der Glasfassade des Mittelbaus. „Das wäre der Hauptbatzen“, sagt Legner und schlägt stattdessen eine geschlossenere Variante vor. Heißt: Die favorisierte Glasfassade wird durch „lange Fensterbänder“ ersetzt, die laut des Architekten aber immer noch genug Tageslicht in die Schule lassen.

Pädagogisches Konzept soll nicht beeinflusst werden

„Wir reduzieren nur an den Stellen, an denen das pädagogische Konzept der Grundschule nicht beeinflusst wird“, machte Betriebsleiter Frank Adamietz am Mittwoch im Ausschuss klar. Diskutiert wurde letztendlich auch weniger über die neue Fassade, mehr aber über die Akustikwand in den Klassenräumen, die jeweils auf 50 Prozent reduziert werden soll.

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Anstatt die gesamte Wand mit einem Holzpanel zu versehen, sprach Klaus Legner nun von einem „sideboardähnlichen Konstrukt“. Die Politik zeigte sich skeptisch angesichts dieser Einsparmöglichkeit: „Sei die Lautstärke in den Klassenräumen dann nicht zu hoch? Werde es da nicht Probleme mit der Konzentration geben?“, fragte etwa Adelheid Hauschopp-Francke, sachkundige Bürgerin für die SPD. Und die FDP wies auf ein eventuell schlechteres Sprachverständnis im Raum hin.

Trotz Sparmaßnahmen bleiben 127.000 Euro Mehrkosten

„Eine Reduzierung der Fläche um 50 Prozent impliziert natürlich erst mal einen Qualitätsverlust“, sagte Adamietz. Ohne Wand wäre der Lärmpegel in den Klassen sehr hoch. Durch eine halbe Wand im Vergleich zu einer „ganzen“ Akustikwand aber hätte man keinen wahrnehmbaren Verlust – ein Nachhallwert von 0,5 würde eingehalten. Trotzdem will die Verwaltung das Thema nach eigener Aussage noch einmal prüfen.

Weitere Einsparmöglichkeiten, die das Architekturbüro h4a am Mittwochabend vorschlug, sind unter anderem der Verzicht auf Terrazzo- und Kautschukboden (stattdessen Betonwerksteinplatten und PVC-Boden). Zusammengerechnet bleibt eine finanzielle Lücke von fast 127.000 Euro, die mit Mitteln aus aktuellen Förderprogrammen gestopft werden soll.

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