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"Wanderwege keine Flaniermeilen"

WERNE "Wir werden zur nächsten Wandersaison die Wege in Langern begehbar herrichten." Das versicherte gestern der Leiter der städtischen Abteilung Umwelt und Verkehr, Dr. Ralf Wagner, nach der herben Kritik des Wanderclubs Werne und der Landschaftsschutz AG Langern.

von Von Rudolf Zicke

, 07.11.2007

Aber, schränkte Dr. Wagner ein, man müsse sich bewusst sein, dass Wanderwege keine Flaniermeilen seien und man weiterhin mit dem ein oder anderen kleinen Hindernis rechnen müsse. Immerhin: Die quer über den Verbindungsweg vom Schacht zur Vanhöveler Straße liegenden Bäume werden "zerkleinert".

Grobe Instandsetzung

Auch an der alten Brücke über dem Nebenarm des Gerlingsbaches werde nur so viel gemacht, dass sie sicher passiert werden könne. Und auch hier gelte, so der Umweltfachmann, dass Wanderer in der Lage sein müssten, ein paar Holzbohlen zu meistern.

  "Mehr als die grobe Instandsetzung können wir sowieso nicht leisten", erklärt Wagner und weist darauf hin, dass in den vergangenen Jahren die Personalstärke des Bauhofes um etwa die Hälfte reduziert worden sei.

Die Kritik von Berhard Wesselmann (Wanderclub) und Mechthild Goldberg (Landschaftsschutz) AG an fehlenden Hinwesischildern mag Dr. Ralf Wagner nicht gelten lassen. "Es gibt Wanderkarten, und mit denen kann man jeden Weg finden", eine Extra-Kennzeichnung sei deshalb nicht notwendig. Wenn diese dennoch gewünscht sei, könne sich ja der ein oder andere Verein vornehmen, wie zum Beispiel der SGV auf den sauerländischen Wanderrouten.

SGV hat Patenschaft aufegegeben

Das so etwas auch in Werne funktioniert, glaubt Wagner indes nicht so richtig.

Ein früher bestehenden Patenschaft über einen Wanderweg habe der heimische SGV aufgegeben, und die Erfahrung zeige, dass ehrenamtliche Engagement im Umweltbereich nicht gerade ein Renner sei: "Wir kämpfen ja schon jedes Jahr darum, ein paar Krötensammler zu finden."

Über das Thema Wanderparkplatz will sich Dr. Wagner noch einmal Gedanken machen.

Ein versuch, direkt an der Varnhöveler Straße einen Parkplatz einzurichten, war gescheitert, den von Bernhard Wesselmann vorgeschlagenen Streifen am Waldsaum zum Installateur Jücker will sich Dr. Ralf Wagner einmal auf seine Tauglichkeit hin ansehen.

  

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