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Wie eine Geschädigte lebt und lehrt

50 Jahre Contergan-Skandal

Als Sechsjährige bekommt sie von einem Arzt eine Art Prothese für ihre fehlenden Arme. Sie legt sie sofort ab. Nicht aber das Selbstbewusstsein, offen als Contergangeschädigte aufzutreten.

WERNE

von Von Nico Drimecker

, 04.02.2012

Die Wernerin Bärbel Drohmann sagt: „Ich bin sehr selbstständig, was meine Gedanken angeht.“ Doch körperlich braucht sie bei kleinsten Dingen Hilfe. Aber kein Mitleid. „Das möchte ich nicht, und das brauche ich nicht“, sagt sie gelassen. Mitleid knöpft ihr nicht die Jacke zu. „Alles was Hygiene, An- und Ausziehen, Essen angeht, da brauche ich Hilfe.“ Zu Hause in Werne wäscht und zieht ihr Mann sie an, packt ihre Arbeitssachen. Am Selmer Gymnasium, wo Bärbel Drohmann seit 17 Jahren arbeitet, hat sie zwei Schülerinnen, die gegen einen kleinen Lohn zu festen Zeiten helfen.

  

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