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Westkreuz: Erst Altlastenentsorgung, dann Baubeginn

Ausbau der A40

BOCHUM Bevor die Bauarbeiten für das neue Westkreuz an der A40 beginnen können, steht an der Wattenscheider Straße die Entsorgung von Altlasten an. Auf insgesamt drei Flächen im Bereich des Westkreuzes hat das Umweltamt Altlasten ausfindig gemacht. Nun wird nach einer Lösung des Problems gesucht.

von Von Benedikt Reichel

, 07.07.2009

Ein kleiner Kratzer mit dem Bagger reichte aus, der Boden im Bereich des zukünftigen Westkreuzes in Stahlhausen offenbarte sein Geheimnis: gräuliche Stahlwerksschlacke. Untersuchung bereits Ende der 90er "Für uns ist das nicht neu", sagt Gerhard Zielinsky, Leiter des städtischen Umweltamtes. Bereits Ende der 90er Jahre sei das Gebiet um das neue Westkreuz gründlichst untersucht worden. Man fand die ruhrgebietstypischen Altlasten: Schwermetalle, Arsen, Cyanide und polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe. Und die liegen dort noch immer. "Eine Altlast, die in einer Fläche liegt, ist so lange ungefährlich, wie nicht an dieser Fläche gebaut wird", erklärt Gerhard Zielinsky. Doch Ende des Jahres beginnen die Bauarbeiten am Westkreuz. Geplante 60 Millionen Euro steckt der Landesbetrieb Straßen.NRW in den Ausbau der Anschlussstelle Stahlhausen. Darin enthalten seien auch die Entsorgungskosten für die Altlasten, sagt Rolf Witte, Projektleiter der Baumaßnahme.Zwei Varianten der Entsorgung

"Wir haben drei Schürfungen gemacht", erklärt er den Baggereinsatz. Der Landesbetrieb will wissen, was genau auf ihn zukommt, was mit den Altlasten passieren muss und vor allem wie teuer die Entsorgung wirklich wird. Es gibt zwei Varianten:

  • Die Altlastenfläche wird abgetragen und auf Sondermülldeponien entsorgt. Das ist teuer.
  • Günstiger ist es, der verseuchte Boden verbleibt auf dem Gelände, wird in ein so genanntes Bodenlager verbracht. Ein Gutachter muss prüfen, ob das Material dort sicher lagert. Noch wird geprüft, was mit dem kontaminierten Boden passieren muss.

Das Umweltamt hat im Bereich des Westkreuzes mehrere Altlastenflächen ausfindig gemacht:

  • die ehemalige Krupp-Deponie/Schlackehalde,
  • die ehemaligen Klärteiche am Kabeisemannsbach und
  • Abfüllungen an der Darpestraße und dem Kabeisemannsweg.

Vollständig verschwinden werden diese Flächen nicht. Nur dort, wo tatsächlich gebaut wird, müsse gemäß Bebauungsplan auch saniert werden, sagt Gerhard Zielinsky. Das Umweltamt wird dies überwachen. Rolf Witte rechnet trotz Altlastenproblematik damit, dass der Ausbau der Anschlussstelle Stahlhausen wie geplant Ende 2012 abgeschlossen sein wird.