Wetteraussichten: Gewitterträchtige Hitzeperiode vorerst vorbei

Wetter

Aufatmen, Durchlüften und wieder Durchschlafen: Mit den Hundstagen ist die Hitzewelle mit Gewittern erst einmal vorbei. Bei der Anzahl der Blitzeinschläge gibt es überraschende Entwicklung.

NRW

20.08.2020, 07:06 Uhr / Lesedauer: 2 min
In NRW gab es zuletzt viele Unwetter und Blitze.

In NRW gab es zuletzt viele Unwetter und Blitze. © picture alliance/dpa

Mit den Hundstagen geht die gewitterträchtige Hitzeperiode in Nordrhein-Westfalen am Wochenende zunächst einmal zu Ende. In den vergangenen gut anderthalb Wochen waren nach Auskunft des Deutschen Wetterdienstes täglich in Nordrhein-Westfalen irgendwo Gewitter angesagt. „Nicht nur eins“, sagte eine DWD-Meteorologin in Essen. Auch Unwetter waren damit in der Hitzeperiode verbunden. Die Zahl der Blitzeinschläge in Nordrhein-Westfalen hat 2020 bis jetzt allerdings abgenommen, wie der Blitz-Informationsdienst von Siemens ermittelte.

Vom 1. Januar bis zum 17. August gab es demnach rund 19.000 Einschläge in NRW. Das sind 5000 weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der Dienst ermittelt nur „Erdblitze“, da sie im Gegensatz zu den „Wolke Wolke Blitzen“ präzise zu messen seien. Der DWD erwartet nach einem heißen Donnerstag, der noch einmal Werte von über 30 Grad bringen könne, eine Kaltfront, die von Nordwesten her über das Land zieht.

Hundstage haben nichts mit Vierbeinern zu tun

Am Freitag könnten dann nur in Randbereichen von NRW noch 30 Grad erreicht werden. „Es geht mit den Temperaturen nach unten“, sagte die Meteorologin: „Am Sonntag schaffen wir die 25 Grad nicht mehr.“ Die neue Woche werde mit Höchsttemperaturen zwischen 20 und 25 Grad spürbar kühler und vielleicht auch wechselhaft sein.

Sommerliche Hitzeperioden werden oft Hundstage genannt. Deutsche Kalender nennen konkret aber meist den Zeitraum vom 23. Juli bis zum 23. August. Mit Vierbeinern haben die Hundstage allerdings nur indirekt zu tun: Ihren Namen verdankt die sommerliche Hitzewelle dem Erscheinen des „Hundssterns“ Sirius am Morgenhimmel. Dass der hellste Stern im Sternbild Großer Hund im Morgengrauen aufgeht, brachten die alten Griechen mit der sommerlichen Hitze in Verbindung. 2019 war bundesweit ein blitzarmes Jahr.

Als Bundesland lag NRW mit einer Dichte von 0,87 registrierten Blitzeinschlägen pro Quadratkilometer nahe am Bundesschnitt von 0,9 Einschlägen. Im vergangenen Jahr hatte der Blitz innerhalb von Nordrhein-Westfalen am häufigsten im Kreis Minden-Lübbecke - 1671 Mal - eingeschlagen. Auf Platz zwei kam der Kreis Lippe mit 1638 Einschlägen, wie der Blitz-Informationsdienst von Siemens im Juli mitgeteilt hatte.

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dpa

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