Whisky-Messe mit Ausstellern aus ganz Deutschland

BOCHUM Edle Tropfen gab es am Wochenende bei der ersten Whiskey-Messe im Jahrhunderthaus zu probieren. Die meist diskutierte Frage: Sollte Whisky mild oder torfig schmecken?

von Von Christian Meiners

, 15.03.2009, 17:36 Uhr / Lesedauer: 2 min
Marion Pepper aus Darmstadt lud zur Verkostung ein. Sie handelt mit Whisky. Ihr Gatte zeigt später am Abend, wie man mit den edlen Tropfen kocht.

Marion Pepper aus Darmstadt lud zur Verkostung ein. Sie handelt mit Whisky. Ihr Gatte zeigt später am Abend, wie man mit den edlen Tropfen kocht.

"Das geht genau wie beim Wein: Einen Schluck Whisky mit Luft vermengen und dann kauen. Bei Zimmertemperatur kann sich der Geschmack am besten entfalten." Rainer Mönks von der Wittener Privatbrauerei Sonnenschein erklärt, wie man das richtig macht - wie man Whisky verkosten sollte. Ausnahmsweise handelte es sich bei den Zuhörern um Neulinge. Der größere Teil des Publikums bei "whisky'n'more", Bochums erster Whisky-Messe, weiß längst, wie der Hase läuft.20 Aussteller aus ganz Deutschland Zum Beispiel Wolfgang Schubert, Regina und Andreas Erzfeld. Sie haben sich am Wochenende ins Jahrhunderthaus aufgemacht, schlendern gemütlich durch den Ausstellungssaal, nehmen sich Zeit. Die Messe ist überschaubar - gut zwanzig Aussteller aus ganz Deutschland haben ihre Stände aufgebaut.

Wenige Versuche

Die drei begutachten jeden Stand, lassen sich beraten, probieren ein wenig und hoffen, vielleicht eine Rarität zu finden. Viele Versuche haben sie jedoch nicht.

"Man darf nicht den Fehler machen, alles probieren zu wollen", rät Schubert. "Dann hat man keinen schönen Abend mehr", stimmt ihm Regina Erzfeld zu. Das hochprozentige Getränk zeigt auch bei vorsichtigem Genuss schnell Wirkung. Vorsichtshalber ist man daher mit der Bahn angereist. Das ging, weil die Veranstalter dafür gesorgt haben, dass die Eintrittskarten auch als Fahrkarte für die öffentlichen Verkehrsmittel gelten.

Lauscht man den Gesprächen an den Stehtischen, dann kreisen die Diskussionen häufig um eine Grundsatzfrage: torfig oder mild? Bei der Whisky-Herstellung wird Torf verbrannt, was sich auf den Geschmack auswirkt - und zu einer Geschmacksfrage wird: "Man muss das Gefühl haben, man beißt auf Torf", findet Andreas Erzfeld. "Das bekomme ich gar nicht runter", meint dagegen Jens Kortsteger, Student aus Bochum. Whisky ist sein Hobby. Er hat sogar einen kleinen Klub gegründet, der sich hin und wieder edle Tropfen leistet.

Freundin auf den Geschmack gebracht So hat er auch seine Freundin Cosima Schütte auf den Geschmack gebracht, die ebenfalls die milderen Sorten bevorzugt. Andreas Erzfeld beendet schließlich die Diskussion: "Man kann ohne Ende darüber philosophieren. Jeder soll den Whisky trinken, der ihm schmeckt."