WHO: Pandemie wird noch die kommenden Jahrzehnte zu spüren sein

Coronavirus Pandemie

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie könnten bis in die kommenden Jahrzehnte zu spüren sein. Das befürchtet die Weltgesundheitsorganisation – weltweit gibt es bereits 680.000 Todesfälle.

02.08.2020, 18:56 Uhr / Lesedauer: 1 min
Tedros Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), spricht während einer Pressekonferenz. Die WHO rechnet damit, dass die Coronavirus-Pandemie lange andauern wird.

Tedros Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), spricht während einer Pressekonferenz. Die WHO rechnet damit, dass die Coronavirus-Pandemie lange andauern wird. © picture alliance/dpa

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rechnet damit, dass Corona und die Folgen der Pandemie noch lange zu spüren sein werden. Das Notfallkomitee der WHO sprach am Wochenende davon, dass das Virus ein „öffentlicher Gesundheitsnotfall von internationaler Bedeutung“ bleibe und von „langwieriger Dauer“ sei.

Neue Ausbrüche in vielen Ländern

„Die Pandemie ist eine Jahrhundert-Gesundheitskrise, deren Auswirkungen bis in die kommenden Jahrzehnte zu spüren sein werden“, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag. Und: „Viele Länder, die geglaubt haben, sie hätten das Schlimmste überstanden, kämpfen jetzt mit neuen Ausbrüchen.“

Weltweit befindet sich die Pandemie auf dem Vormarsch: Mehr als 17,5 Millionen Menschen haben sich nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität aus Baltimore bislang mit dem Coronavirus infiziert. 680.000 Menschen überlebten die Krankheit nicht. Am stärksten wütet das Virus in den USA und Brasilien.

RKI befürchtet Trendumkehr in Deutschland

Auch in Deutschland sind die Fallzahlen zuletzt deutlich angestiegen. Allein bis Freitagnacht haben die Gesundheitsämter nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) 955 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages registriert. Am Sonntag lag die gemeldete Zahl der Neuinfektionen bei 240 – allerdings reichen am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter die Daten weiter. Das RKI fürchtet aufgrund steigender Fallzahlen eine Trendumkehr.