Wichtiger Sieg für Thomas Frauendienst

Contergan-Fall

Auf der Suche nach der Wahrheit ist der gebürtige Wittener Thomas Frauendienst (51) immer noch. Doch der Mann, der 1964 möglicherweise durch das damals schon verbotene Medikament Contergan mit Behinderungen auf die Welt kam und seitdem eine lange Odyssee von Leid und Operationen hinter sich brachte (wir berichteten), hat jetzt wenigstens eine kleine Entschädigung erreicht.

WITTEN

02.10.2014 / Lesedauer: 2 min
Wichtiger Sieg für Thomas Frauendienst

Thomas Frauendienst und seine Lebensgefährtin Angelika Harms wollen aufklären, was genau zur Leidensgeschichte des gebürtigen Witteners geführt hat.

Thomas Frauendienst, der schon lange in Castrop-Rauxel lebt, ist glücklich, dass er nun einen ersten Erfolg verbuchen kann: „Jetzt kann ich auch darauf hoffen, dass die Opferentschädigungsstelle im Landesversorgungsamt Münster mir eine Kapitalentschädigung und eine kleine Rente zuspricht“, sagt Frauendienst. Sein Antrag dazu läuft. Ohne die Anerkennung des Missbrauchs im Heim wären seine Chancen auf eine positive Entscheidung wohl schlechter gewesen. Mit seiner Familie hat Thomas Frauendienst sich entzweit. Seine Mutter und sein Bruder Hans-Martin verstehen das nicht: „Wir haben doch immer alles für ihn getan.“ 

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