Wie geht es mit dem Kornmarkt weiter?

WITTEN Was wird aus dem Kornmarkt? Seit das Aus für die SinnLeffers-Filiale an der oberen Bahnhofstraße feststeht, hat diese Frage noch mehr Gewicht bekommen. Wenn die Stadtgalerie am anderen Ende der Einkaufsstraße eröffnet, könnte dem bislang belebten Bereich in enger Nachbarschaft zum Kornmarkt die Verödung drohen.

von Von Susanne Linka

, 10.10.2008, 08:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Stadtbaurat Markus Bradtke.

Stadtbaurat Markus Bradtke.

Auch der bislang als Busbahnhof genutzte Platz steht ab Frühjahr 2010 leer, denn dann geht der neue Busbahnhof am Hauptbahnhof in Betrieb.

Nachdem die EU-Ausschreibung für Verkauf und Neubebauung des Kornmarkts vom Tisch ist, setzt die Stadt auf ein zweistufiges Bewerbungsverfahren. Stadtbaurat Markus Bradtke schätzt: "In der ersten Runde wird es zehn bis 15 potenzielle Bieter geben." Die Stadt wird ihre Bonität und ihre Referenzen prüfen, bevor es dann für vier bis sechs Teilnehmer in die zweite Bewerbungsrunde geht.Mögliche Investoren angesprochen

"Dann erst wird ein Kaufpreis-Angebot nötig", erläutert der Stadtbaurat. Ein Nutzungs- und Bebauungskonzept muss vorgelegt werden. Auf der Messe Expo Real in München hat Bradtke jetzt gezielt mögliche Investoren angesprochen: "Es hat Absagen gegeben, aber auch Interesse."

Inzwischen haben andere schon die Initiative ergriffen und ihre Unterlagen eingereicht. Zu ihnen gehört auch das Dortmunder Büro Globe Architektur Project Development mit seinem Geschäftsführer Tom Bauer.

Er schlägt im Modell einer Public Private Partnership unter anderem die Randbebauung des Kornmarktes mit einer gemischten Nutzung für Wohnraum und Geschäfte vor.