Wie groß ist die Welt?

02.08.2019, 16:42 Uhr / Lesedauer: 1 min

Selm. Wie groß ist die Welt, ist sie flach oder rund, wie viele Kontinenten sind darauf, wie viele Flüsse fließen dadurch, wie heißen Länder, Städte, Straßen? Das sind alles Fragen, mit denen sich die Menschen wahrscheinlich schon so lange beschäftigen, wie es sie gibt. Gut nachvollziehen kann man das anhand der Geschichte der Kartografie ablesen. Kartografie, so nennt man die Lehre davon, wie man Land vermisst und basierend darauf Karten erstellt. Schon in der Steinzeit haben Menschen versucht, solche Karten zu machen: Davon zeugen Wandmalereien. Im alten China, in Ägypten und im alten Griechenland entstanden schon vor Beginn der Zeitrechnung Karten, die auf verschiedenen Messmethoden basierten. Einen rasanten Fortschritt gab es dann noch mal, als sich im 15. Jahrhundert die großen Entdecker aufmachten und von Europa aus immer mehr von der Welt erkundeten. Das Erstellen von Landkarten war dabei sehr aufwendig. Da war es natürlich besonders ärgerlich, wenn es sich einfach leicht machte und eine Karte kopierte, statt die viele Arbeit eines anderen anzuerkennen.

Deshalb platzierten manche Kartenmacher Fallenstraßen in ihre Pläne. Das sind Straßen, die es eigentlich gar nicht gibt und die sie sich ausgedacht hatten. Wenn so eine Straße in einem anderen Plan auftauchte, war klar: Da hat jemand abgeschrieben. Heute haben Satelliten, die genaue Bilder der Erde liefern können, die Kartografie sehr weit nach vorne gebracht.

Marie Rademacher