Wie Rudolf Baecker unerwartet wieder fit wurde

Seniorenresidenz Schloss Westhusen

Feierstimmung in der Seniorenresidenz Schloss Westhusen. Als Rudolf Baecker (83) im Mai in die Kurzzeitpflege kam, erwarteten alle Beteiligten, er werde bald sterben. Doch Rudolf Baecker erholte sich und ist mittlerweile so fit, dass er in der kommenden Woche auszieht und nach Hause zurückkehrt.

WESTERFILDE

, 16.10.2016 / Lesedauer: 3 min
Wie Rudolf Baecker unerwartet wieder fit wurde

Für Rudolf Baecker gab eine Orchidee zur Erinnerung an die Seniorenresidenz Schloss Westhusen (v.l.): Iris Dotschkal (stellv. Pflegedienstleitung), Matthias Brzeszniak (Einrichtungsleiter) und Susanne Sonnenschein (Vertriebsleiterin).

"Das ist ein wirklich seltener Glücksfall", sagt Einrichtungsleiter Matthias Brzeszniak. "Zu sehen, wie Herr Baecker es von ganz unten kommend, jeden Tag etwas weiter nach oben schaffte, war ein Erfolgserlebnis für alle Pflegekräfte im Haus."

Mit einer Lungenembolie und einer beidseitigen Lungenentzündung war Baecker ins Krankenhaus eingeliefert worden. Als er dann am 17. Mai in die Kurzzeit-Pflege kam, war er kaum transportfähig. Bereits in seiner zweiten Nacht in Westerfilde versuchte er benommen zur Toilette zu gehen und stürzte. Es sah nicht gut aus für Rudolf Baecker.

Es gab düstere Momente

An düstere Momente erinnert er sich, Familien-Mitglieder, die weinend an seinem Bett standen. Doch seine Frau, Sohn und Tochter sowie seine beiden Enkel, haben ihn wiederbekommen. Denn nach und nach wurde es besser. "Erst habe ich zwei Schritte geschafft, dann fünf und irgendwann konnte ich den Flur entlang gehen", sagt Rudolf Baecker zu seiner Genesung.

Mittlerweile kann er sogar wieder Treppen steigen. Deshalb traf er zusammen mit seiner Frau die Entscheidung, wieder nach Hause zu gehen. "Ich habe mich hier zwar sehr wohl gefühlt, aber Zuhause ist doch Zuhause", so Baecker, der passend zu seinem Namen über 40 Jahre als Bäcker gearbeitet hat.

Noch nie ans Heim gedacht

Trotz seines Alters hatte sich Rudolf Baecker noch nie mit dem Thema Seniorenheim auseinander gesetzt. Jetzt ist er begeistert: "Das Personal ist sehr qualifiziert, das Essen ist super und wenn man nicht regelmäßig zum Schwarzen Brett geht, verpasst man sofort eine spannende Veranstaltung."

Die Freude bei den Heim-Mitarbeitern ist deshalb so groß, weil das Ansehen von Seniorenheimen bei den Menschen häufig nicht der beste ist. "Seniorenheime sind eine Endstation, heißt es für gewöhnlich", sagt Matthias Brzeszniak. "Aber die Menschen wissen gar nicht, wie viele unserer Bewohner nach ihrer Genesung wieder nach Hause gehen."

Probewohnen im Seniorenheim

Viele Bewohner des Heims kämen nämlich zur Kurzzeit-Pflege ins Schloss Westhusen, nach Operationen zum Beispiel. Andere kommen auch zur sogenannten "Verhinderungspflege", wenn zum Beispiel ein Ehepartner im Krankenhaus ist und der andere sich nicht zutraut, allein zuhause zu leben.

Rudolf Baecker wertet seinen Aufenthalt in dem Heim als "Probewohnen", vielleicht kommt er ja eines Tages als Bewohner wieder zurück.

Momentan hat die Seniorenresidenz Schloss Westhusen 145 Bewohner, 149 können aufgenommen werden.     Die Einrichtung verfügt über 22 Kurzzeit-Pflegeplätze.                                                                             Außerdem gibt es elf Wohneinheiten für betreutes Wohnen.                                                                             Für die Palliativ-Pflege gibt es besonders geschultes Personal.