Wie Solarstrom den Deusenberg erobert

Fragen und Antworten

Auf dem Plateau des Deusenbergs soll eine Solaranlage aufgebaut werden. Aber was genau soll auf der ehemaligen Halde passieren? Und birgt eine Solche Anlage vielleicht auch Gefahren? Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten zu dem Vorhaben aufgeschrieben.

DEUSEN

25.04.2016 / Lesedauer: 3 min

In der Bezirksvertretung Huckarde stand Dieter Röttger von der Firma Entegro den Politikern Rede und Antwort. Und die Bezirksvertreter hatten einige Fragen.    

Wie groß ist die Fläche auf der die Solaranlage aufgebaut wird?

Die Fläche auf dem Deusenberg ist 37.000 Quadratmeter groß.

 

Wie groß wird die Leistung der Solaranlage sein?

Die Solaranlage soll im Jahr 3,3 Millionen Kilowatt liefern. Würde man diese Energie anstatt Öl zum Heizen nutzen, entspräche das nach Angaben der Betreiber etwa 600.000 Litern Heizöl.

 

Ist die Solaranlage frei begehbar?

Nein, sie wird schon allein aus versicherungstechnischen Gründen komplett eingezäunt. Der Zaun ist zwei Meter hoch und mit einem Übersteigeschutz versehen. Außerdem wird die Anlage durch eine Alarmanlage gesichert.

 

Müssen Besucher des Deusenbergs durch die Anlage mit Einschränkungen rechnen?

Nein. Sämtliche vorhandenen öffentlichen Wege und auch die Mountainbike-Anlage bleiben wie bisher frei begehbar.

 

Was genau wird auf dem Berg aufgebaut?

Zwei Trafostationen und die Solar-Module.

Wie werden die Solarmodule aufgebaut?

Sie werden auf Modultische aus Stahl geschraubt. Die Modultische liegen auf Rammpfosten, die in den Boden getrieben werden, ähnlich wie es bei Leitplanken üblich ist. Sie können im Fall eines Abbaus der Anlage einfach wieder herausgezogen werden.

 

Sind die Pfosten schädlich für die Schutzhülle des Deusenbergs, unter dem die Deponie-Altlasten liegen?

Nein. Die Pfosten können beim Einbau nicht die Schutzhülle des Deusenbergs zerstören. Die liegt in 1,5 Meter Tiefe, die Pfosten werden nur einen Meter in den Boden getrieben. Ein unabhängiges Ingenieurbüro wird diese Arbeiten beaufsichtigen.

 

Welche Höhe haben die Modultische?

Sie sind laut Betreiber an der höchsten Stelle zwischen 2,20 bis 2,50 Meter hoch.

Wie lange wird der Aufbau dauern?

Etwa drei Monate. Während dieser Zeit kann es durch die Anlieferung der Module zu Einschränkungen und Sperrungen kommen. Der Baubeginn steht noch nicht genau fest.

 

Geht von der Anlage eine erhöhte Brandgefahr aus?

Nein. Trotzdem wurde im Zuge des Genehmigungsverfahrens natürlich auch ein Brandschutzgutachten erstellt.

 

Wie lange halten die Module?

Laut Betreiber halten sie rund 20 Jahre. Danach werden sie entsorgt und recycelt.

 

Haben die Bürger die Möglichkeit, sich selbst über die Anlage und über eine Beteiligung als Anteilseigner zu informieren?

Ja. Auf Wunsch der Bezirksvertretung wird in nächster Zeit zu einer Bürgerveranstaltung eingeladen. Der Termin steht noch nicht fest. 

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