Wie überlebt die Freundschaft in virtuellen Welten?

Theaterstück über Spielsucht

Beate Albrecht und ihre Tourneebühne Theaterspiel sind ein erfolgreicher Faktor des Kulturexports dieser Stadt. Vor allem das Jugendtheater und die Aufarbeitung sozialer Probleme sind es, die das professionelle Team um die in Witten lebende Schauspielerin, die ihre Stücke selber schreibt, beschäftigen.

WITTEN

, 27.08.2014, 17:25 Uhr / Lesedauer: 1 min

Tournee
Das Stück geht nun auf Tournee durch Brandenburg, Westfalen und Südtirol.

Am 27. Oktober gibt es noch eine Aufführung im Saalbau beim Jugendtheaterprojekt, Kulturrucksack NRW‘.

Die Prinzipalin gar suchte den Kontakt zum Publikum, holte Vorschläge für ihr weiteres Agieren ein, eine Facette, die auf künftige Aufführungen in Schulaulen und Klassenzimmern hindeutet. So spielt die Handlung auch in der Welt der Schüler. Zwei Freunde, Tom und Benny, haben gemeinsame Interessen: Tischtennis – die Schulmeisterschaft steht an – und ein Gewalt verherrlichendes Online-Spiel, in dem sie gemeinsam die ersten Levels erklimmen. Dann bindet Tom die soziale Realität, der Burnout seines Vaters. Benny flüchtet vor dem Schulstress in virtuelle Welten, verliert den Bezug zur Realität. Dazwischen steht Larissa, die wegen der beruflichen Wechsel ihres Vaters jedes Jahr eine andere Schule besucht, neue Freunde finden muss.

Beate Albrecht versucht, als Bennys alleinerziehende Mutter die Ordnung aufrecht zu erhalten, verliert zwischen dem Job als Krankenschwester und Fortbildungsreise die Kontrolle. Das Stück zeichnet ein erschütterndes Bild von den Gefahren der Spielsucht in einer Lebenswirklichkeit, die ohnehin labil genug ist. In wandelbarer Kulisse bewegten sich die Darsteller mit überzeugendem Schülergebaren, die Sprache dem Schulhof-slang abgeschaut. Regie führte bei dieser Kooperation Joachim Conrad.

Tournee
Das Stück geht nun auf Tournee durch Brandenburg, Westfalen und Südtirol.

Am 27. Oktober gibt es noch eine Aufführung im Saalbau beim Jugendtheaterprojekt, Kulturrucksack NRW‘.

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