Wiener Totenlieder

Susanne Prammer

Während sich die Glasscherben in seinen Körper bohren, bricht er auf der Bühne des Wiener Opernhaus zusammen. Jemand hatte die messerscharfen Scherben in das Kostüm des Tenors eingenäht. Und bei diesem Fall bleibt es nicht: Kurz darauf wird eine weitere Sängerin, eine Soubrette, unter Teilen der Kulisse begraben, eine Sopranistin wird vergiftet.

08.03.2015, 15:02 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wiener Totenlieder

Die Polizei bittet Kaufhausdetektivin Carlotta Fiore, Tochter einer weltberühmten Sopranistin und selbst gescheiterte Opernsängerin, um Hilfe.

Da der ehemaligen Künstlerin der Job im Kaufhaus nicht allzu viel Spannung bietet, erklärt sie sich bereit, sich undercover als Nebendarstellerin einzuschleusen. Auch der ehemalige Kriminalkommissar Konrad Fürst, der sich wegen persönlicher Tiefschläge als Clown durchschlägt, unterstützt die Ermittlungen im Opernhaus.

Spannend geschrieben

Doch schon bald ist Carlotta selbst des Mörders nächstes Ziel. Ihr One-Night-Stand zieht sich - neben den Morden - wie ein roter Faden durch die Geschichte und trägt auf abwechslungsreiche Art weitere Geschehnisse zur Handlung bei.

Ein spannend geschriebener Krimi, mit skurrilen Persönlichkeiten, die den Leser in den interessanten Schauplatz des Opernhauses hineinziehen. Rückblicke veranschaulichen die Geschichte der Charaktere, die mit ihren Eigenheiten authentisch dargestellt sind.

 

Susanne Prammer: Wiener Totenlieder, 384 S., Ullstein, 16,99 Euro, ISBN 978-3-5477-1209-4.

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