"Wir haben kein Klimaproblem"

BCHUM Klimaskeptiker, Kritiker der Klimakatastrophen-Szenarien, neoliberaler Politikkritiker: Günter Ederer wird in den Medien mit einigen - häufig auch unschönen - Namen bedacht. Seine Aussagen sind allerdings auch sehr provokant.

von Ruhr Nachrichten

, 26.06.2008, 16:02 Uhr / Lesedauer: 1 min
Publizist Günter Ederer wartete mit provokanten Thesen zum Klimaschutz auf.

Publizist Günter Ederer wartete mit provokanten Thesen zum Klimaschutz auf.

Auf Einladung des Arbeitgeberverbandes Metall Bochum/Umgebung (AGV) war er in Bochum und sprach im Rahmen der Unternehmergespräche über die These, die die Diskussionen um seine Person in den Medien am meisten anheizt: "Es gibt keinen wirklichen Beweis, dass der Klimawandel durch CO²-Ausstoß verursacht wird", sagte er.

Dafür gebe es viele Indizien dafür, dass die erhöhte CO²-Konzentration nicht Ursache, sondern Folge des Klimawandels sei. Damit werde der Klimawandel nicht durch den Menschen verursacht, sondern sei Teil eines natürlichen Prozesses, der zu allen Zeiten auf der Erde zu beobachten gewesen sei. Der Wirtschaftspublizist und Fernsehautor der ARD: "Wir haben ein Umweltschutz- und ein Energieproblem, aber kein Klimaproblem. Klimaschutz ist nicht gleich Umweltschutz."Auch Medien verschwiegen Tatsachen

Auch in den Medien werden laut Ederer Meldungen, die nicht ins Weltbild der offiziellen Lehrmeinung zum Klimawandel passen, gezielt verschwiegen. Als Beispiele nannte er die Tatsache, dass in jüngerer Zeit sowohl Welttemperatur als auch Meeresspiegel gefallen statt gestiegen seien, was eher die These der "Skeptiker" stütze.

Nach seinem Vortrag: "Klimawandel - vom Weltuntergang zur Staatswirtschaft" betonte Ederer auf Nachfrage, dass er es sich nicht vorstellen könne, dass sich Deutschland als einziges Industrieland von der Kernkraft verabschiede - ohne sich dabei ebenfalls von seiner Rolle als bedeutende Industrienation zu verabschieden. "Man muss schon echter Romantiker sein, um sich vorstellen zu können, dass das geht", sagte er.Kohlekraftwerke als Alternative zu Atomkraft

Wenn Atomkraftwerke aber nicht erwünscht seien, dann sehe er aus Kostengründen lediglich Kohlekraftwerke als echte Alternative. Das Beispiel Großbritannien zeige, dass Steinkohle bei voller Auslastung im Abbau auch ohne Subventionen attraktiv sei. Erneuerbare Energien kosteten ein Vielfaches, auch Öl und Gas seien bei den herrschenden Energiepreisen keine ökonomisch sinnvolle Lösung.