Wir leben hier, seit wir geboren sind

Andreas Moster

Dicht und poetisch erzählt Andreas Moster in seinem Debüt-Roman "Wir leben hier, seit wir geboren sind" eine archaische Geschichte. In ein abgelegenes Bergdorf kommt ein Fremder.

18.07.2017, 09:46 Uhr / Lesedauer: 1 min

Er soll ergründen, ob der Kalkabbau noch rentabel ist. Natürlich begegnen die Dorfbewohner Musiel mit Argwohn. Nur die pubertierenden Mädchen setzen ihre Hoffnung auf ihn, wollen sie doch endlich die dörfliche Einöde verlassen und ihr Leben in der Stadt beginnen.

Seltsames Ritual

Bei einer Sprengung im Kalkabbau-Gebiet verliert ein Dörfler einen Arm. Ein Unfall. Doch wäre der Fremde nicht gekommen, hätten die Dorfmänner auf die Sprengung verzichtet. Sie geben Musiel die Schuld.

Er verzieht sich in eine Höhle, wo sich die Mädchen um ihn kümmern, bis eine von ihnen ermordet aufgefunden wird. Dann beginnt ein höchst befremdliches Ritual...

Berichtet wird von dieser seltsamen Begebenheit aus zwei Perspektiven: Eines der Mädchen fungiert als Ich-Erzählerin und es gibt auch einen allwissenden Erzähler.

Andreas Moster: Wir leben hier, seit wir geboren sind, 175 S., Eichborn, 18 Euro, ISBN 978-3-8479-0627-8.