Wirtschafts-Krise hat Ausbildungsmarkt erreicht

320 Leute ohne Lehrstelle

WITTEN/HAGEN 320 Wittener Jugendliche suchen derzeit noch eine Lehrstelle. Insgesamt gab es für den Start ins Berufsleben 700 Bewerber. Die Arbeitsagenturen befürchteten jedoch, dass es durch die Krise in diesem Jahr schwieriger wird, die Suchenden unterzubringen.

von von Susanne Linka

, 08.07.2009, 15:48 Uhr / Lesedauer: 1 min
In diesem Jahr gibt es in Witten 93 weniger Ausbildungsstellen als 2008. Handwerk und Industrie sind an dieser Entwicklung gleichermaßen beteiligt.

In diesem Jahr gibt es in Witten 93 weniger Ausbildungsstellen als 2008. Handwerk und Industrie sind an dieser Entwicklung gleichermaßen beteiligt.

„Im vergangenen Jahr hat es im Bezirk am Ende nur 68 unversorgte Bewerber um eine Ausbildungsstelle gegeben. Wir streben an, die Zahl auch in diesem Jahr unter 100 zu halten“, sagt Yvonne Besler aus der Pressestelle der Arbeitsagentur. Dazu sollen auch wieder die berufsvorbereitenden Lehrgänge für die weniger aussichtsreichen Bewerber einen Beitrag leisten: 1000 Jugendliche werden auf diese Art und Weise von der Zahl der unversorgten Bewerber wieder abgezogen.

„Unsere Experten werden in den Unternehmen aber auch Klinken putzen, um noch Bewerber unterzubringen“, verrät Yvonne Besler. Den 700 Jugendlichen, die in diesem Jahr auf den Ausbildungsmarkt drängen, stehen nur 381 Stellenangebote gegenüber. 93 weniger als 2008. Was einem Minus von 19,6 Prozent gegenüber 2008 entspricht. „Damit steht Witten immer noch besser da als Hattingen und Schwelm“, weiß Yvonne Besler. Handwerk und Industrie sind an dieser Entwicklung gleichermaßen beteiligt.

Aktuell sind noch immer 149 Wittener Ausbildungsstellen unbesetzt, darunter solche in eher unbeliebten Branchen wie dem Nahrungsmittelhandwerk. Die Interessen der Bewerber stimmen allerdings nie hundertprozentig mit den Angeboten überein. Alle Bewerber für Ausbildungsstellen erreichen die Berufsberatung unter Tel. (01801) 555111.