Wittener Arbeitsmarkt: Firmen wollen Facharbeiter halten

WITTEN Die Arbeitslosenzahlen sind im März weiter gestiegen. Doch viele Arbeitgeber setzen angesichts der Wirtschaftskrise erst einmal auf Kurzarbeit. In 67 Wittener Betrieben sind derzeit 3200 Beschäftigte in Kurzarbeit.

von Von Beatrice Haddenhorst

, 31.03.2009, 16:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wittener Arbeitsmarkt: Firmen wollen Facharbeiter halten

Betroffen seien vor allem Autozulieferer, Speditionen und der Maschinenbau. Wieviel Kurzarbeit in den einzelnen Betrieben anfällt ist unterschiedlich.   Der Arbeitsausfall liegt zwischen 10 und 70 Prozent. „Manche arbeiten drei Tage im Monat kurz, andere drei Tage pro Woche. Je mehr Kurzarbeit, desto spürbarer wird es auf dem Konto der Beschäftigten“, erläutert Trebehs.

Für die Zeit, in der nicht gearbeitet wird, zahlt die Arbeitsagentur Kurzarbeitergeld: 60 Prozent für die, die keine Kind auf der Steuerkarte haben, 67 Prozent für die mit Kind. Abmeldungen aus der Kurzarbeit gab es noch nicht. Im März war die Zahl der Neumeldungen hoch, flachte aber zum Monatsende ab. Ob dahinter ein Trend zur Besserung oder zumindest zum Stillstand steht, vermag Trebehs nicht zu sagen.  

Einen Grund dafür, dass Arbeitgeber auf Kurzarbeit statt auf Entlassungen setzen, sieht er auch in dem Facharbeitermangel, der im letzten Jahr noch herrschte. Wer gute Mitarbeiter habe, wolle sie halten. Viele Firmen hätten in guten Zeiten finanzielle Polster angelegt, doch wie lange die noch zum Durchhalten ausreichten, sei fraglich.