Wittener Pendler zahlen mehr als der Durchschnitt

WITTEN Pendler müssen tief in die Tasche greifen und viele Wittener und Wittenerinnen müssen vergleichsweise häufig pendeln: Laut einer Studie zu den Fahrtkosten für Berufspendler liegt Witten mit jährlichen Kosten in Höhe von 2228 Euro auf dem 89. Platz unter den 100 größten Deutschen Städten.

von Von Benedikt Reichel

, 29.02.2008, 15:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Jährliche Kosten

Jährliche Kosten

Multipliziert mit einem Kilometerpreis, der neben Benzinkosten auch Steuern, Wartung, Versicherung etc. berücksichtigt, ergeben sich die jährlichen Kosten - im Durchschnitt 1900 Euro für einen gängigen Mittelklassewagen (VW Golf).

"Damit gibt der Durchschnittspendler einen Durchschnittsmonatslohn für seine berufliche Mobilität aus", erläutert Carsten Seim von der INSM.

Das die Ruhrstadt derart weit hinten liegt, hat auch ihn überrascht. "Da denkt man immer im Ruhrgebiet liegt alles so nahe bei einander, aber tatsächlich pendeln die Leute hier kreuz und quer in die Nachbarstädte zum arbeiten", so Seim. Und der Kilometerzähler dreht sich fleißig mit.

Ludwigshafen vorne

Am günstigsten schnitten in der Studie Ludwigshafen, Regensburg und Wolfsburg ab, wo der Aufwand für den Weg zur Arbeit und zurück zwischen knapp 1400 und 1500 Euro liegt. Der Grund: In diesen Städten finden sich große Arbeitgeber wie BASF, VW und BMW.

Dagegen entstehen im Ruhrgebiet (vor allem an den Rändern) besonders weite Pendlerwege. Am meisten, nämlich 2705 Euro, zahlen die Berufspendler aus Velbert.

"Davon gehen etwa ein Drittel an den Staat", erläutert Carsten Seim und schiebt die Intention zur Studie gleich hinterher: "Wir wollten einmal transparent machen, was pendeln wirklich kostet, schließlich wird von den Bürgern immer mehr berufliche Mobilität verlangt."

Wer in Witten Geld sparen möchte muss auf die öffentlichen Verkehrsmittel zurück greifen. Die ÖPNV-Pendlerkosten schlagen nur mit 819,12 Euro in der Haushaltskasse zu Buche.