Witwenmord: Angeklagtem droht Höchststrafe

Landgericht Dortmund

Dem mutmaßlichen Mörder der Sölder Witwe Gisela A. droht im Falle einer erneuten Verurteilung die volle Härte des Gesetzes. Psychiaterin Marianne Miller stufte den 71-jährigen Siegfried T. am Mittwoch vor dem Schwurgericht als voll schuldfähig und außerdem als skrupellos ein.

SÖLDE

18.01.2017 / Lesedauer: 2 min
Witwenmord: Angeklagtem droht Höchststrafe

Dies war das Wohnhaus der ermordeten Rentnerin in Sölde.

Von dem Angeklagten seien in Freiheit „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ neue, schwere Straftaten zu erwarten, legte sich die Sachverständige fest. Die Neigung, eigene Geldnot mit professionell zugeschnittenen und bedenkenlos ausgeführten Straftaten zu befriedigen, habe sich im Laufe seines Lebens in der Persönlichkeit von Siegfried T. „tief verwurzelt“.

In verschiedenen Gefängnissen gesessen

Bereits 1984 und 1995 hatten die Landgerichte in Bonn und Ansbach parallel zu hohen Gefängnisstrafen die gefürchtete Sicherungsverwahrung gegen T. verhängt. Der 71-Jährige, der in seinem Leben schon mehr als 40 Jahre in verschiedenen Gefängnissen eingesessen hat, hatte unter anderem gleich mehrere perfide Raubüberfälle verübt und dabei weibliche Opfer mit K.O.-Tropfen betäubt.

DNA-Spuren beim Opfer gefunden

Sollte Siegfried T. nun auch wegen Mordes an der Sölder Witwe verurteilt werden, bedeutet das wohl, dass er Zeit seines Lebens nicht mehr frei kommt. Laut Anklage hat der 71-Jährige Gisela A. am 12. April 2016 in deren Haus getötet. Belastet wird der Angeklagte vor allem durch gesicherte DNA-Spuren unter den Fingernägeln des Opfers. Er selbst will mit der Bluttat nichts zu tun haben. 

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