Wo Hunde arglose Spaziergänger anspringen

Sölder Holz

Ärger beim Gassigehen gibt's im Sölder Holz. In dem Wäldchen an der Stadtgrenze zu Holzwickede trifft sich regelmäßig eine Gruppe mit ihren Vierbeinern. Die Hunde, so heißt es in Beschwerden, springen andere Spaziergänger an - nicht aggressiv, aber unangenehm. Die Stadt griff durch.

Sölderholz

, 26.07.2017, 13:32 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wo Hunde arglose Spaziergänger anspringen

Sigrun Kauertz geht mit ihrem Hund Basti täglich in das Wäldchen Sölder Holz, das auch Hixterwald genannt wird. Sie hat ihre Meinung zum Streit.

Nach Informationen unserer Redaktion hatte eine Polizeibeamtin in Ausbildung, die mit ihrem Hund im Wald war, einen Hundehalter aus der 13.30-Uhr-Gruppe gebeten, seinen Hund anzuleinen. Er verweigerte dies. Außerdem soll er frech geworden sein.

Gespräch war nicht möglich

Laut Stadtsprecherin Heike Thelen sei ein Gespräch mit den Hundehaltern nicht möglich gewesen, da diese sich nichts von der Bitte angenommen hätten. Also gab es eine Beschwerde beim Ordnungsamt. Daraufhin hat der Service- und Präsenzdienst diesen Bereich verstärkt bestreift, um mögliche Störer auf ihr Fehlverhalten aufmerksam zu machen. Gleich mit sieben Mitarbeitern ging das Ordnungsamt der Sache auf den Grund.

Die Mitarbeiter gingen laut Spaziergängern in einer Reihe untergehakt den Waldweg entlang. Man habe sieben Hundebesitzer angesprochen und an sie appelliert, so Thelen, „für eine Entschärfung dieses Bereichs im gegenseitigen Umgang mit anderen Spaziergängern und Hundebesitzern mit beizutragen.“

Wald sollte Erholungsort für alle sein

Sigrun Kauertz gehört nicht zur 13.30-Uhr-Gruppe, geht aber täglich mit ihrem Hund Basti im Wald spazieren. Zum Streit, von dem sie gehört hat und bei dem sie die Beteiligten von Begegnungen im Wald kennt, meint sie: „Der Wald sollte für alle Nutzer – ob mit Hund oder ohne unterwegs – ein Ort der Erholung sein. Daher gebietet es zumindest der Anstand, dass, wenn man gebeten wird, seinen Hund anzuleinen, dies auch tut.“

Wenn man wisse, dass der eigene Hund Angewohnheiten habe, die nicht von jedem toleriert würden, sollte man sich bemühen, diese Angewohnheiten abzutrainieren oder den Hund anzuleinen, so Kauertz.

Das Ordnungsamt geht davon aus, dass die Kontrollen Erfolg haben. „Sollten weitere Beschwerden eingehen, erfolgt eine erneute Kontrolle und Beschwerdeführer müssen konkret Hundehalter und Tatzeiten nennen“, kündigt Stadtsprecherin Heike Thelen an.

 

Schlagworte: