Wo sind die Hebammen?

15.03.2019, 18:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wo sind die Hebammen?

Ein Hebammen-Aufkleber auf einem Auto in Schwerte.althoff © Björn Althoff

Wenn ein Baby auf die Welt kommt, gibt es viele Fragen. Im Vorfeld schon, dann rund um die eigentliche Geburt, und auch danach. Wie muss ein Säugling gewickelt werden? Wie legt man ihn richtig hin? Wieviel Milch soll er trinken? Ja, eine wichtige Frage ist selbst: Wie sieht das aus, was in den ersten Tagen nach der Geburt hinten aus dem Baby rauskommt und in der Windel landet? Auf diese und noch viele Fragen mehr haben Hebammen Antworten. Es gibt allerdings ein Problem: Immer weniger Frauen ergreifen diesen Beruf. Das mag zum einen daran liegen, dass viele Hebammen keine geregelten Arbeitszeiten haben – so eine Geburt kann ja immer losgehen, tagsüber wie nachts. Gerade die Hebammen, die Geburten begleiten, müssen außerdem viel Geld für Versicherungen bezahlen. Denn falls bei einer Geburt etwas schiefgeht und ein Kind krank auf die Welt kommt, kostet das sehr viel Geld. Denn hat ein Kind eine Behinderung, brauchen die Eltern oft spezielle, teure Hilfsmittel. Und muss jemand bezahlen.

Jedenfalls sollten sich Frauen auch in Schwerte schon ganz früh in der Schwangerschaft darum bemühen, eine Hebamme zu finden. Manche haben jetzt schon kaum noch einen Termin im Oktober frei.Björn Althoff