Wohnungsbrand: Weihnachts-Elch als Beweismittel?

Landgericht

Es war im wahrsten Sinne des Wortes brandgefährlich. Vermutlich mit Benzin soll ein 65-jähriger Bochumer am 21. Juli 2012 sein Haus in Langendreer in Brand gesetzt haben. Entscheidendes Indiz ist ein "Weihnachts-Elch". Seit Dienstag beschäftigt der Fall erneut die Justiz.

BOCHUM

von Von Tom Eder

, 07.01.2014, 17:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Angeklagte selbst ist über den neuen Prozess wütend – und das ließ er auch die Richter spüren. Mit lauter Stimme verschaffte er mehrfach seinem Unmut Luft. Schon vor dem Gerichtssaal hatte er sich über die seiner Ansicht nach ungerechte Behandlung beschwert. Er habe nichts gemacht. Dennoch habe ihn die Polizei bei der Festnahme regelrecht angegriffen und verletzt. Rechtsanwalt Michael Emde hatte sichtlich Mühe, den Angeklagten zu bremsen, was der mit den Worten quittierte: „Ich darf ja nichts sagen.“ Der Verteidiger korrigierte, er dürfe schon, nur rate er ihm davon ab. Bevor der Prozess fortgesetzt wird, soll der Angeklagte erstmal auf seine Schuldfähigkeit untersucht werden. Der 65-Jährige hatte in der Tatnacht Alkohol getrunken und ist womöglich alkoholsüchtig.

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