Worte in meiner Hand

Guinevere Glasfurd

Amsterdam, in den 30er-Jahren des 17. Jahrhunderts: Die junge Helena arbeitet für den englischen Buchhändler Sergeant als Magd. Er fördert sie ein wenig, denn die junge Frau kann lesen und schreiben.

09.08.2015, 16:37 Uhr / Lesedauer: 1 min
Worte in meiner Hand

Sergeant schenkt ihr Tafel und Kreide, und Helena beginnt heimlich, ihrer Freundin Betje, die in der Nachbarschaft arbeitet, das Schreiben beizubringen. Dann kommt René Descartes als Hausgast mit seinem Diener Limousin. Der noch unbekannte Philosoph fasziniert die junge Magd. Und auch er beginnt, Gefallen an ihr zu finden. Als Sergeant für einige Tage außer Haus ist, schenkt Descartes ihr Papier und Feder und fordert sie auf, ihre Schreibkunst zu verbessern.

Ungleiches Paar

Nicht nur das Schreiben verbindet das so ungleiche Paar. Helena und Descartes fühlen sich mehr, als nur zueinander hingezogen. Doch dann erfährt sie, dass ihr geliebter Bruder, der zur See fährt, von Bord geflohen ist und beginnt, ihn zu suchen.

Der Debütroman der englischen Autorin Guinevere Glasfurd zieht den Leser sofort in seinen Bann. Man fühlt und bangt mit der jungen Heldin und fühlt sich tatsächlich versetzt ins 17. Jahrhundert. Denn man erfährt beim Lesen viel über die Zeit und die Schwierigkeiten, die kluge junge Frauen bekamen, die nicht in die oberen Schichten hinein geboren worden sind. Absolut lesenswert.

Guinevere Glasfurd: Worte in meiner Hand, 432 S., List, 18 Euro, ISBN 978-3-471-35123-9.

Lesen Sie jetzt